
Fliesen werden mit leichtem Druck und einer Drehbewegung in das Kleberbett gesetzt. Abstandshalter sorgen für gleichmäßige Fugen. In der Küche reichen Fugen von zwei bis drei Millimetern, im Bad können es je nach Fliese ähnliche Werte sein. Nach dem Setzen mit der Wasserwaage kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren. Wichtig: Nur so viel Kleber anmischen, wie in etwa dreißig Minuten verarbeitet werden kann. Angezogener Kleber darf nicht mit Wasser verdünnt werden – er verliert dann seine Haftkraft und die Fliese sitzt später hohl.
Fliesen auf Estrich verlegen klingt einfacher, als es ist. Der Untergrund entscheidet über Halt und Haltbarkeit. Zementestrich muss vor dem Verlegen vollständig abgebunden und trocken sein – je nach Dicke und Raumklima dauert das mehrere Wochen. Wer zu früh Fliesen auflegt, riskiert Risse und lose Platten. Prüfen lässt sich die Restfeuchte mit einem Feuchtemessgerät. Richtwerte liegen bei etwa zwei Prozent für Zementestrich, bei Calciumsulfatestrich deutlich niedriger. Vor dem Verlegen immer saugen, grundieren und die Saugfähigkeit des Estrichs testen: Ein Wassertropfen, der sofort einzieht, zeigt, dass die Grundierung nötig ist.
Grundierung entscheidet über das Endergebnis Eine Grundierung ist kein optionaler Schritt, sondern die Basis für Haftung und Deckkraft. Besonders bei Übergängen von Holz zu alten Lackresten verhindert sie, dass sich die Farbtöne unterschiedlich entwickeln. Die Grundierung wird dünn aufgetragen, nicht satt. Wer hier zu viel aufträgt, bekommt Nasen, die nach dem Trocknen sichtbar bleiben. Trocknungszeiten sind einzuhalten, auch wenn es schwerfällt. Ein zu früher Zwischenschliff auf noch weichem Untergrund zerstört die gesamte Vorarbeit.
Die Zarge wird nach demselben Prinzip behandelt, aber ohne Ausbau. Wichtig ist, die Schließbleche und Bänder sorgfältig abzukleben. Ein häufiger Fehler ist, die Zarge in einem Stück durchzustreichen. Besser ist es, in Abschnitten zu arbeiten und die Kanten mit einem kleinen Pinsel zu ziehen. Nach dem Trocknen werden Türblatt und Zarge wieder montiert. Beim Einhängen darauf achten, dass der Lack an den Berührungspunkten nicht abplatzt – dort hilft ein dünner Streifen Filz oder ein Tropfen Gleitmittel.
So läuft das Entlüften richtig ab Zunächst die Umwälzpumpe ausschalten, damit kein Druck auf dem System lastet. Dann das Entlüftungsventil oben am Heizkörper eine halbe bis ganze Umdrehung öffnen. Es zischt, wenn Luft entweicht; sobald gleichmäßig Wasser austritt, das Ventil sofort wieder schließen. Diesen Vorgang bei allen Heizkörpern wiederholen, am besten von unten nach oben im Gebäude. Nach etwa zehn Minuten die Pumpe wieder einschalten und prüfen, ob alle Körper gleichmäßig warm werden. Zischt es erneut, den Vorgang wiederholen – manchmal löst sich gelöste Luft erst nach mehreren Durchgängen.
Welche Klebepads wirklich halten und welche nic
Ausschnitt anpassen und abdicht
Vor dem ersten Pinselstrich steht die Vorbereitung. Alte Lackschichten werden nur dann komplett entfernt, wenn sie blättern oder rissig sind. Ansonsten genügt es, die Oberfläche mit Schleifpapier der Körnung 180 bis 240 anzurauen. Der häufigste Fehler: Zu grob schleifen und die darunterliegende Grundierung durchreiben. Dann saugt das Holz den neuen Lack ungleichmäßig auf, und die Oberfläche wirkt fleckig. Nach dem Schleifen wird der Staub gründlich abgesaugt und mit einem feuchten, fusselfreien Tuch nachgewischt.
Wer Innentüren neu lackieren will, steht meist vor derselben Frage: Türblatt und Zarge in einem Arbeitsgang oder getrennt? Die Antwort lautet: getrennt. Das Türblatt wird ausgebaut und flach liegend bearbeitet, die Zarge bleibt in der Wand und wird mit Abklebeband vom angrenzenden Putz und Boden abgegrenzt. Nur so lassen sich Läufer und Nasen vermeiden, also die unschönen Tropfen, die beim Streichen senkrechter Flächen entstehen.
Nach dem Aushärten des Klebers – je nach Produkt und Raumtemperatur meist nach etwa einem Tag – werden die Fugen verfugt. Fugenmörtel wird mit einem Gummischieber diagonal über die Fläche gezogen, anschließend mit einem Schwammbrett abgewischt. Zu viel Wasser beim Reinigen schwemmt den Mörtel aus und hinterlässt unschöne Ränder. Im Bad sind Silikonfugen in den Ecken und Anschlüssen nötig, weil sich dort unterschiedliche Materialien bewegen. Typische Fehler sind fehlende Randfugen, ein zu trockener Kleber und das Verlegen auf nicht ausreichend abgebundenem Estrich. Wer diese Punkte beachtet, bekommt einen stabilen, dauerhaften Fliesenboden.
Die Richtung des Vorschubs spielt ebenfalls eine Rolle. Bei Holz schleift man grundsätzlich mit der Maserung, nicht quer dazu. Querschliff hinterlässt Spuren, die sich später beim Lackieren abzeichnen. Bei lackierten oder geölten Oberflächen ist ein Bandschleifer ohnehin die falsche Wahl, weil er zu viel Material abträgt. Hier arbeitet man besser mit einem Exzenterschleifer oder von Hand. Wer trotzdem mit dem Bandschleifer arbeitet, sollte mit feiner Körnung und sehr kurzen Bearbeitungszeiten beginnen und die Oberfläche zwischendurch kontrollieren.