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Für die Decke brauchst du eine zweite Person oder einen Tapeziertisch, der sich höhenverstellen lässt. Allein zu arbeiten führt fast immer zu schiefen Bahnen und Blasen an den Rändern. Falls es doch passiert: Eine kleine Blase lässt sich mit einer Nadel anstechen und mit dem Finger glatt streichen. Größere Blasen müssen aufgeschnitten, neu eingekleistert und angedrückt werden. Nicht versuchen, die Luft mit Gewalt durch die Tapete zu drücken. Das beschädigt die Oberfläche und hinterlässt sichtbare Druckstellen.

Ein Fenster oder eine Tür im neunten Bereich ist keine Seltenheit – gemeint ist damit ein Element, das weit außen in der Fassade sitzt, oft in einer Nische, an einer Loggia oder in einer vorgehängten Konstruktion. Genau dort wirken Hebelkräfte, Windlast und Feuchtigkeit stärker als in der Mitte der Wand. Wer hier nachbessert, muss den Bereich nicht nur optisch schließen, sondern kraftschlüssig verankern. Sonst hält die Dichtung, aber der Rahmen wandert.

Ein dritter kaum genutzter Trick ist das Arbeiten mit Schattenfugen statt sichtbarer Halterungen. Regalbretter werden dabei in eine Nut in der Wand eingelassen, sodass sie ohne sichtbare Konsolen auskommen. Das erfordert eine Fräsung in der Wand, die bei Mauerwerk mit einer Nutfräse und Absaugung machbar ist. Bei Trockenbauwänden funktioniert es nicht, weil die Nut die Stabilität zerstört. Der Vorteil: keine sichtbaren Metallwinkel, keine Staubfänger. Der Nachteil: Die Bretter lassen sich nicht mehr verschieben.

Das Gefälle ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Der Duschbereich muss zum Abfluss hin abfallen, meist etwa ein bis zwei Zentimeter pro Meter. Ohne dieses Gefälle bleibt Wasser vor der Glasabtrennung stehen, läuft unter der Dichtung hindurch und tritt auf der anderen Seite wieder aus. Bei bodengleichen Duschen wird das Gefälle im Estrich oder in der Entwässerungsebene angelegt, nicht nachträglich mit Fliesen ausgeglichen. Wer eine Wanne einbaut, prüft, ob sie waagerecht steht; steht sie schief, sammelt sich Wasser in einer Ecke, und die Abtrennung sieht dauerhaft unsauber aus. Mit einer Wasserwaage lässt sich das vor dem Verfugen kontrollieren.

Vor dem Zuschneiden misst du die Deckengröße genau aus und rechnest pro Bahn etwa fünf Zentimeter Überlappung an den Rändern dazu. Das erleichtert das Ansetzen. Der Kleister wird nach Herstellerangabe angerührt, aber nicht zu flüssig. Ein guter Test: Der Kleister soll langsam vom Rührstab tropfen, nicht laufen. Zu dünner Kleister dringt nicht in die Tapete ein und trocknet zu schnell, wodurch sich die Bahn sofort ablöst. Bei Vliestapeten wird der Kleister direkt auf die Decke aufgetragen, bei Papiertapeten auf die Rückseite der Bahn. Diese Unterscheidung ist entscheidend und wird oft ignoriert.

Eine Decke zu tapezieren ist keine Kunst, solange der Untergrund stimmt und der Kleister richtig angesetzt ist. Blasen entstehen fast immer aus zwei Gründen: Der Kleister ist zu dünn oder zu dick aufgetragen, oder die Bahn wurde nicht gleichmäßig angedrückt. Wer diese beiden Punkte kontrolliert, hat schon die halbe Arbeit gewonnen. Wichtig ist außerdem, dass die Decke vorher staubfrei und möglichst glatt ist. Alte Farbreste, Kreide oder lose Putzschichten müssen weg, sonst hält die Tapete nicht und wirft Falten.

Zum Schluss wird der Untergrund geprüft, denn davon hängt ab, ob sofort neu tapeziert werden kann. Die Wand muss trocken, staubfrei und fest sein. Lockere Putzstellen mit dem Spachtel abkratzen, Risse mit passendem Füllstoff schließen, saugende Untergründe mit Tiefengrund vorbehandeln. Auf alten Kleisterresten hält neuer Kleber schlecht; auf glatten Ölfarben oder Fliesen braucht es eine Haftgrundierung. Wer diese Schritte überspringt, erlebt nach wenigen Monaten Blasen und abgelöste Bahnen – die Arbeit beginnt dann von vorn.

Die Auflage der Säge muss flach auf dem Werkstück liegen. Wenn Sie die Säge nur auf einer Kante führen oder das Werkstück überstehen lassen, kippt die Maschine, der Schnittwinkel ändert sich, und die Kante wird ungleichmäßig. Spannen Sie das Werkstück so, dass die Auflagefläche frei liegt und die Säge nicht gegen eine Zwinge stößt. Achten Sie darauf, dass das Werkstück nicht schwingt — Vibrationen verstärken das Ausreißen.

So wird die Bahn ohne Lufteinschlüsse angesetzt Die erste Bahn setzt du an einer Wand an, nicht in der Raummitte. So kannst du dich entlangarbeiten und die Stoßkanten kontrollieren. Die eingekleisterte Bahn wird mit einer Bürste oder einem Tapezierroller von der Mitte nach außen gestrichen. Arbeite dabei immer vom bereits befestigten Teil zum freien Ende. Das vertreibt die Luft zuverlässig nach außen. Ein häufiger Fehler ist, die Bahn nur mit der Hand anzudrücken. Dabei bleiben kleine Luftnester zurück, die sich später als Blasen zeigen. Eine weiche Bürste mit kurzen Borsten leistet hier gute Dienste.

Nach dem Tapezieren die Decke mindestens 24 Stunden nicht berühren und nicht heizen. Zugluft und direkte Sonne trocknen den Kleister zu schnell aus, wodurch sich die Ränder lösen und neue Blasen entstehen. Bei kalten Außentemperaturen die Fenster geschlossen halten. Erst wenn die Tapete vollständig durchgetrocknet ist, kannst du überstreichen. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine glatte Decke ohne Nacharbeit.
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