Der wichtigste Hebel ist die Schnittrichtung. Drehen Sie das Werkstück so, dass die gute Seite nach unten zeigt — also die Seite, die später sichtbar bleibt. Die Stichsäge schneidet auf der Unterseite sauberer, weil dort die Zähne ins Material eintauchen und nicht austreten. Bei beschichteten Platten oder Furnier ist das der Unterschied zwischen einer sauberen Kante und einer, die man nacharbeiten muss. Wenn das nicht möglich ist, weil die gute Seite oben liegen muss, hilft ein Opferbrett: ein Reststück Holz oder eine dünne Platte, die Sie unter das Werkstück klemmen. Die Zähne treten dann ins Opfermaterial aus, nicht ins Werkstück.
Die eigentliche Verankerung beginnt mit der Wahl des richtigen Dübels. In Vollstein reicht ein Spreizanker, in Lochstein oder Porenbeton braucht es Injektionsanker oder zugelassene Schraubanker mit passender Setztiefe. Entscheidend ist nicht der Durchmesser, sondern die Verankerungstiefe im tragenden Grund. Wer zu kurz bohrt, weil der Bohrer nicht weiterkommt, bekommt keine Zulassung und keine Sicherheit. Nach dem Setzen wird der Anker auf Drehmoment geprüft – nicht nach Gefühl, sondern mit einem Drehmomentschlüssel nach Herstellerangabe.
Für den Ausbau werden Silikonfugen mit einem Fugenmesser oder einem scharfen Cuttermesser durchtrennt. Die Spüle hängt zusätzlich an Klemmhaltern auf der Unterseite der Platte. Diese Halter sind oft verrostet oder sitzen hinter der Beckenwand. Nach dem Lösen der Schrauben wird die Spüle nach oben herausgehoben. Alte Dichtungsreste müssen vollständig entfernt werden, sonst liegt die neue Spüle nicht satt auf. Bei Natursteinplatten nie mit Gewalt hebeln, sonst platzt die Kante aus.
Die Wahl des richtigen Materials hängt vom Untergrund und vom gewünschten Effekt ab. Lehmputz ist die erste Wahl, wenn ein diffusionsoffener, feuchtigkeitsregulierender Oberputz gefragt ist. Kork eignet sich für Flächen, die Trittschall dämpfen und elastisch bleiben sollen. Holzfaser ist sinnvoll, wenn zusätzliche Wärmedämmung oder eine stabile Unterkonstruktion benötigt wird. Allen drei gemeinsam ist, dass sie keine Sperrschichten vertragen: Dampfsperren aus Kunststoff oder dichte Dispersionsfarben zerstören ihre bauphysikalischen Vorteile.
Die Auflage der Säge muss flach auf dem Werkstück liegen. Wenn Sie die Säge nur auf einer Kante führen oder das Werkstück überstehen lassen, kippt die Maschine, der Schnittwinkel ändert sich, und die Kante wird ungleichmäßig. Spannen Sie das Werkstück so, dass die Auflagefläche frei liegt und die Säge nicht gegen eine Zwinge stößt. Achten Sie darauf, dass das Werkstück nicht schwingt — Vibrationen verstärken das Ausreißen.
Lehmputz, Kork und Holzfaser sind drei ökologische Baustoffe, die im Innenausbau ähnliche Aufgaben erfüllen, sich in ihren Eigenschaften aber deutlich unterscheiden. Lehmputz reguliert die Luftfeuchtigkeit, indem er Wasserdampf aufnimmt und bei trockener Raumluft wieder abgibt. Kork ist elastisch, trittschalldämmend und wirkt ebenfalls feuchtigkeitsregulierend, während Holzfaser vor allem durch ihren Aufbau aus verpressten Holzfasern eine gute Wärmedämmung und ein ausgewogenes Verhältnis von Festigkeit und Gewicht bietet.
Die Verarbeitung von Lehmputz beginnt mit der Prüfung des Untergrunds. Mauerwerk aus Ziegel, Kalkstein oder Lehmstein eignet sich gut, sofern es sauber, tragfähig und frei von Ausblühungen ist. Beton und Gipsputz müssen mit einer Haftbrücke oder einem Spritzbewurf vorbereitet werden. Der Putz wird in mehreren dünnen Lagen aufgetragen, wobei jede Lage vor dem nächsten Auftrag leicht anziehen muss. Ein häufiger Fehler ist das zu schnelle Trocknen durch starke Heizung oder Zugluft, was zu Rissen führt. Auch das Auftragen in einer einzigen dicken Lage führt fast immer zu Schwundrissen.
Plissees ohne Bohren werden mit Klemmträgern in der Glasleiste oder im Fensterfalz befestigt. Das funktioniert nur, wenn die Breite exakt stimmt: Ein zu breites Plissee lässt sich nicht einklemmen, ein zu schmales fällt heraus oder wirft Falten. Gemessen wird deshalb nicht der Rahmen außen, sondern die lichte Innenweite des Falzes – also der Abstand zwischen den beiden seitlichen Anschlägen, in die der Träger greift. Wer außen am Rahmen misst, bestellt fast immer zu breit.
Vor dem Einbau sollte der Untergrund immer auf Feuchte und Ebenheit geprüft werden. Die häufigsten Fehler sind zu schnelles Trocknen, das Verarbeiten auf feuchtem Untergrund und das Überdecken mit dampfdichten Schichten. Wer diese Punkte beachtet, erhält dauerhafte, gesunde Innenflächen, die sich reparieren lassen und über Jahre stabil bleiben.

Holzfaserplatten sind druckempfindlicher als Kork und weniger elastisch. Sie werden als Untersparrenbahn, als Innendämmung oder als Trittschalldämmung verwendet. Beim Verlegen auf unebenen Untergründen sind Ausgleichsarbeiten notwendig, weil sich Unebenheiten sonst durchdrücken. Holzfaserplatten nehmen Feuchtigkeit auf und müssen bei der Verarbeitung trocken gelagert werden. Wer sie auf feuchtem Mauerwerk verlegt, riskiert Schimmelbildung im Platteninneren. Bei der Verarbeitung mit Lehmputz als Oberfläche sollte die Holzfaserplatte zuvor mit einer Grundierung versehen werden, damit der Putz nicht zu schnell Wasser entzieht.