Die Nachlaufzeit wird am Sensor oder am Lüfter eingestellt. Sie sollte mindestens zehn Minuten betragen, besser fünfzehn bis zwanzig. Zu kurze Zeiten lassen die Restfeuchte in den Wänden zurück, zu lange Zeiten kühlen das Bad aus und treiben die Heizkosten hoch. Wer die Nachlaufzeit nicht einstellt, bekommt entweder einen Schimmelherd oder einen Lüfter, der den ganzen Tag brummt. Ein Blick in die Bedienungsanleitung des Sensors zeigt, ob die Zeit stufenlos oder in festen Intervallen einstellbar ist. Bei festen Intervallen muss die Auswahl vor dem Einbau feststehen.
Auf der kalten Seite, also außen, gehört keine zusätzliche Dampfbremse hin. Wird außen ebenfalls dicht abgesperrt, kann die Feuchtigkeit nirgends entweichen. Hinterlüftete Fassaden und diffusionsoffene Unterspannbahnen arbeiten nach diesem Prinzip. Wer unsicher ist, prüft das Gesamtkonzept mit Blick auf den sd-Wert: außen diffusionsoffener als innen, das ist die Grundregel. Wird sie umgedreht, wandert Feuchtigkeit in die Dämmung und bleibt dort.
Kabelweg planen: kurze Wege, klare Trennung Für die Zuleitung wird ein eigener Stromkreis oder mindestens eine abgesicherte Leitung vom Verteiler benötigt. Der Kabelweg sollte senkrecht und waagerecht in den Installationszonen verlaufen, nicht diagonal durch die Wand. In Feuchträumen ist eine Leitung mit Schutzisolierung und eine dichte Einführung in die Wand Pflicht. Der Sensor selbst braucht eine Versorgungsleitung und, je nach Ausführung, eine Steuerleitung zum Lüfter. Diese beiden Leitungen dürfen nicht in einem gemeinsamen Kabel geführt werden, wenn der Sensor mit Kleinspannung arbeitet. Wer hier spart, riskiert Störungen und im schlimmsten Fall einen Kurzschluss.
Zuerst wird der Montageort des Sensors festgelegt. Er gehört in die Nähe der Dusche oder Badewanne, aber nicht direkt über die Nasszone. Ein Abstand von etwa einem Meter zur Dusche und eine Höhe von 1,80 bis 2,20 Metern haben sich bewährt. Zu nah an der Dusche misst der Sensor Wasserdampf, der sofort wieder abzieht, und schaltet den Lüfter im Sekundentakt. Zu weit entfernt dauert es zu lange, bis die Feuchtigkeit ankommt. Wer den Sensor in eine Abluftleitung oder hinter eine Verkleidung setzt, misst dort nur noch die Restfeuchte und nicht den tatsächlichen Raumzustand.
Ein häufiges Problem ist die Oberflächenbehandlung. Kork saugt stark. Wer ölt oder wachst, muss dünn und mehrfach auftragen, sonst bleibt die Fläche fleckig. Lacke auf Wasserbasis sind möglich, aber sie schließen die Poren und nehmen dem Kork die natürliche Haptik. Für stark beanspruchte Bereiche wie Küchenarbeitsplatten ist eine Versiegelung mit Hartwachsöl sinnvoll – sie lässt sich später partiell ausbessern.
Böden und Wände profitieren von Fliesen- und Plattenresten. Ein Mosaik aus unterschiedlichen Fliesenformaten funktioniert, wenn der Untergrund eben ist und ein flexibler Kleber verwendet wird. Vor dem Verlegen werden die Reste nach Dicke sortiert; Unterschiede über zwei Millimeter erzeugen Stolperkanten. Fugenbreiten von mindestens drei Millimetern verhindern Spannungsrisse. Bei Wandverkleidungen aus alten Brettern ist ein Hinterlüftungsspalt nötig, sonst bildet sich Schimmel. Wer diesen Spalt weglässt, weil es schneller geht, zahlt später mit Sanierung.
Ein weiterer typischer Fehler ist die Platzierung. Farbiges Licht direkt über dem Esstisch macht Speisen unappetitlich, weil Rot und Grün die Wahrnehmung von Frische verändern. Indirektes Licht an Wänden und hinter Möbeln erzeugt Tiefe, ohne den Raum zu dominieren. Für Übergänge zwischen Räumen eignen sich sanfte Verläufe: ein warmes Licht im Flur, das zum kühleren Wohnzimmer überleitet. So entsteht ein räumlicher Zusammenhang statt einer Sammlung einzelner Effekte.
Textilien und Dämmstoffe lassen sich ebenfalls wiederverwenden. Alte Wolldecken taugen als Unterlage für Sitzbänke, dicke Vorhänge dämpfen Schall. Als Dämmung sind sie nur geeignet, wenn sie trocken, sauber und nicht gepresst sind. Feuchte Textilien schimmeln und verlieren ihre Wirkung. Ein häufiger Fehler ist, sichtbare Dämmung ohne Dampfbremse zu verbauen. Wer unsicher ist, lässt tragende oder feuchte Bereiche von einer Fachperson prüfen, statt zu experimentieren.
Eine praktikable Methode für Wände ist das Aufkleben von Korkfurnier auf eine Trägerplatte aus MDF oder Multiplex. Das Furnier wird mit Dispersionskleber vollflächig aufgebracht, anschließend mit einer Walze angedrückt und unter Gewicht getrocknet. Typischer Fehler: nur punktuell kleben. Kork arbeitet bei Feuchtigkeit, punktuelle Verbindungen lösen sich, und die Fläche wellt sich. Wichtig ist auch, die Platte vorher zu grundieren, damit der Kleber nicht ins Holz zieht.

Kork lässt sich auch mit anderen Materialien kombinieren: als Einlage in Beton, als Decklage auf Stahlprofilen oder als Träger für Textilien. Bei Kombinationen ist auf die unterschiedliche Wärmeausdehnung zu achten. Ein Korkverbund mit Metall sollte schwimmend gelagert werden, nicht starr verklebt. Sonst entstehen Spannungsrisse. Bewährt hat sich eine Trennlage aus Kautschuk oder Filz, die Bewegungen aufnimmt.