Die Wand entscheidet über die Befestigung. In Beton oder Vollziegel halten normale Dübel mit passender Schraube problemlos, in Porenbeton braucht es zugelassene Dübel mit größerem Durchmesser. Trockenbauwände aus Gipskarton tragen einen schweren Schrank nur, wenn dahinter eine Traverse oder ein eingebauter Holzriegel sitzt. Ist keine Unterkonstruktion vorhanden, wird sie über eine Revisionsöffnung nachgerüstet oder der Schrank wird in eine tragende Wand versetzt. Ein einzelner Dübel in der Hohlwand ist die häufigste Ursache dafür, dass ein Spiegelschrank nach Monaten aus der Wand kippt.
Rand, Reihenfolge, Klickrichtung Vor dem ersten Brett die Randabstände festlegen. An allen Wänden und an Türzargen mindestens acht bis zehn Millimeter Luft lassen, sonst drückt der Boden bei Wärme gegen die Wand und wölbt sich. Mit Abstandshaltern arbeiten, nicht schätzen. Die erste Reihe mit der Nut zur Wand legen, die Feder zeigt in den Raum. Reihen versetzt anordnen, mindestens ein Drittel Brettversatz, sonst wirken die Stöße wie eine Leiter. Im Flur lohnt es sich, von der Tür aus zu starten und die Zuschnitte an den Wänden zu verstecken.
Ein Wohnzimmer mit nur einer Deckenleuchte wirkt entweder grell oder dämmrig – je nachdem, wo man sitzt. Die Lösung liegt nicht in einer stärkeren Lampe, sondern in der Kombination mehrerer Lichtquellen mit unterschiedlichen Aufgaben. Deckenleuchte, Stehlampe und LED-Streifen ergänzen sich, wenn jede ihren festen Platz und ihre eigene Funktion bekommt. Wer alle drei gleichzeitig auf volle Leistung schaltet, bekommt kein schöneres Licht, sondern nur mehr davon.
Verklebt wird, wenn der Flur stark frequentiert ist oder große Flächen durchlaufen werden. Dann den Kleber vollflächig mit einer passenden Zahnkelle auftragen und das Brett sofort einsetzen. Bei schwimmender Verlegung in Räumen über etwa zwölf Metern Länge eine Dehnungsfuge einplanen oder mit einem Übergangsprofil arbeiten. Typische Fehler sind zu wenig Randabstand, fehlende Dämmung unter dem Boden und das Verlegen auf feuchtem Estrich. Wer diese Punkte beachtet, hat einen Flurboden, der jahrelang hält.
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Holzfeuchte. Massivholz arbeitet, und wenn du bei hoher Luftfeuchtigkeit schleifst und sofort lackierst, kann der Lack später reißen. Lass die Kommode nach dem Schleifen mindestens einen Tag im trockenen Raum liegen. Prüfe mit der Hand: Die Oberfläche muss trocken und gleichmäßig sein. Stellen, die sich rau anfühlen, schleifst du nach. Auch alte Dübellöcher, Risse oder kleine Unebenheiten behandelst du vor dem Lackieren mit passender Holzspachtelmasse. Diese muss vollständig durchtrocknen, bevor du sie überschleifst.
Vor dem ersten Lackauftrag entfernst du den Schleifstaub restlos. Ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz und ein fusselfreies Tuch reichen. Keine Lösungsmittel zum Abwischen verwenden, wenn du wasserbasierten Lack planst. Nun kannst du grundieren. Eine dünne Schicht Grundierung verschließt die Poren und sorgt für gleichmäßigen Farbauftrag. Nach dem Trocknen schleifst du die Grundierung leicht mit Körnung 220 an. Dieser Schritt ist entscheidend: Ohne ihn bleibt die Endlackierung rau und ungleichmäßig. Zwischen jedem Lackauftrag wird geschliffen, aber nur ganz leicht, um Staub und Läufer zu entfernen.
Lüftung entscheidet darüber, ob der Schrank nach feuchtem Leder riecht. Geschlossene Türen stauen Feuchtigkeit, besonders bei Regenwetter. Sorgen Sie für Luftzirkulation: Rückwände mit Bohrungen, Spalt unter der Tür oder Belüftungsgitter im Sockel. Wer einen geschlossenen Korpus plant, sollte ihn nicht direkt an die Außenwand stellen. Ein Abstand von zwei bis drei Zentimetern zur Wand reicht, damit Luft hinter den Schrank strömt. Türen aus Gittergeflecht oder Lamellen sind keine reine Optik, sondern Funktion.
Zuerst den Untergrund prüfen. Estrich oder alte Fliesen müssen eben sein, übliche Toleranz liegt bei zwei Millimetern auf zwei Metern. Unebenheiten mit Ausgleichsmasse oder Spachtel ausgleichen. Der Untergrund muss trocken, sauber und tragfähig sein. Restfeuchte bei Zementestrich vorher messen lassen, sonst quillt der Boden später auf. Bei schwimmender Verlegung eine Trittschalldämmung auslegen, Stöße überlappen und mit Klebeband sichern, damit nichts verrutscht.
Zwischenschliff und Holzfeuchte richtig einschätzen Nach dem Grobschliff folgt der Zwischenschliff mit Körnung 120 und danach 180. Der letzte Schliff vor dem Lackieren sollte mit 180 bis 220 erfolgen. Feineres Papier ist bei Massivholz selten sinnvoll, weil es die Poren glättet und Lack weniger Halt findet. Achte darauf, dass du immer in Faserrichtung schleifst, besonders bei sichtbaren Holzarten wie Eiche. Querschliff hinterlässt Kratzer, die unter dem Lack deutlich hervortreten. Zwischen den Körnungen entfernst du den Staub gründlich mit einem Staubsauger und einem leicht feuchten Tuch. Kein Wasser stehen lassen, sonst quillt das Holz auf.