Schimmel hinter einem Schrank entsteht fast immer, weil dort die Luft kaum zirkuliert. Die Wandfläche hinter dem Möbelstück ist kühler als die übrigen Wände, weil die warme Raumluft sie nicht erreicht. Feuchtigkeit aus Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen schlägt sich auf dieser kalten Oberfläche nieder. Wird die Feuchtigkeit nicht abgeführt, reicht bereits eine dauerhaft hohe Luftfeuchte von über 60 Prozent, damit Sporen keimen. Ein weiterer typischer Auslöser ist ein Schrank, der bündig an der Außenwand steht. Dann bleibt zwischen Rückwand und Wand ein Spalt von wenigen Zentimetern, in dem die Luft steht und die Temperatur absinkt.
Pflanzen sind ein heikles Kapitel. Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig, darunter Lilien, Dieffenbachien und einige Farne. Ungiftige Alternativen sind Grünlilie, Bromelie oder Bambus. Bei Hunden wiederum besteht die Gefahr, dass sie an Erde oder Blättern knabbern und sich den Magen verderben. Hohe Pflanzgefäße oder Hängeampeln schaffen Abhilfe. Wer unsicher ist, fragt vor dem Kauf beim Tierarzt nach – das ist keine Schande, sondern reine Vorsorge.
Warmes Wasser mit Spülmittel ist der Schlüssel Kaltes Wasser löst den Kleister nur langsam. Ein Eimer warmes Wasser mit einem Schuss Spülmittel oder einem Schuss Weichspüler wirkt deutlich besser. Die Mischung mit einer Rolle oder einem Pumpsprüher auftragen. Nicht zu nass arbeiten, sonst weicht der Putz auf. Nach zehn bis fünfzehn Minuten Einwirkzeit mit einem Spachtel flach unter die Tapete fahren. Der Spachtel sollte breit sein und in einem flachen Winkel zur Wand geführt werden. Nie mit Gewalt hebeln, sondern schieben.
Hartnäckige Stellen lassen sich mit einem Tapetenperforierer vorbehandeln. Das ist ein Gerät mit vielen kleinen Nadeln, das die Tapete tausendfach einsticht. Danach dringt Wasser viel schneller ein. Wer keinen Perforierer hat, kann mit einer Drahtbürste vorsichtig die oberste Schicht aufrauen. Bei sehr alter, mehrlagiger Tapete hilft ein Dampfreiniger. Der heiße Dampf löst den Kleister fast von allein. Aber Vorsicht: Zu viel Dampf auf einer Stelle kann den Putz erweichen. Immer in Bewegung bleiben und nicht auf einer Stelle verweilen.
Ein Hauswirtschaftsraum im Keller entsteht meist aus Platznot: Die Waschmaschine soll aus dem Bad verschwinden, dazu Trockner, Wäscheständer und Vorräte. Wer den Raum neu einrichtet, unterschätzt fast immer die Entwässerung. Ein normaler Bodenablauf reicht nicht, wenn Waschmaschine und Ausgussbecken gleichzeitig laufen. Die Abwasserleitung muss das Volumen beider Geräte aufnehmen können, sonst drückt das Wasser zurück und läuft in den Raum. Prüfe zuerst den Durchmesser der vorhandenen Grundleitung. Reicht er nicht, muss ein größerer Querschnitt bis zum Fallrohr verlegt werden, bevor Estrich oder Fliesen liegen.
Zuerst wird der Bestand aussortiert. Was in der Diele hängt, aber nie getragen wird, gehört woanders hin oder weg. Ein häufiger Fehler ist, den Flur als Abstellraum für alles zu nutzen, was keinen anderen Platz findet. Wer sich auf die tatsächlich täglich genutzten Dinge beschränkt, braucht deutlich weniger Stauraum. Faustregel: pro Person eine Jacke, eine Übergangsjacke, ein Paar Alltagsschuhe und ein Paar Wechselschuhe griffbereit. Saisonware und seltene Stücke kommen in Kisten, die oben auf dem Schrank oder in einem anderen Raum stehen.
Alte Tapeten zu entfernen ist keine Kunst, wenn man weiß, wie der Kleister reagiert. Der häufigste Fehler: zu früh anfangen zu schaben. Trockene Tapete reißt in Fetzen, und der Spachtel landet direkt auf dem Putz. Deshalb immer zuerst prüfen, ob die Tapete überhaupt trocken ist. Ein feuchter Schwamm auf einer Ecke zeigt nach zehn Minuten, ob sich die Bahn löst. Wenn nicht, braucht sie mehr Wasser und Zeit.
Zunächst muss die Beschaffenheit des Hohlraums geklärt werden. Eine einfache Prüfung: Mit einem dünnen Draht oder einem langen Kabelbinder vorsichtig in das Bohrloch fahren. Lässt er sich frei bewegen, handelt es sich um einen echten Hohlraum, etwa hinter einer Rigipsplatte. Stößt er nach wenigen Zentimetern auf Widerstand, sitzt dahinter Mauerwerk oder Holz. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn ein Hohlraum braucht eine andere Befestigung als massiver Untergrund. Wer das überspringt, bohrt im schlimmsten Fall durch eine dahinterliegende Leitung oder beschädigt eine Dampfsperre.
Nach der Sanierung lässt sich der Erfolg einfach kontrollieren. Ein Blick hinter den Schrank alle zwei bis drei Monate zeigt, ob neue Flecken entstehen. Steigt die Luftfeuchte im Raum trotz regelmäßigen Lüftens wieder über 60 Prozent, liegt ein bauliches Problem vor. Ein kleiner Ventilator oder ein Lüftungsschlitz in der Schrankrückwand kann die Luftzirkulation verbessern, ersetzt aber keine Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle. Wer diese Reihenfolge einhält, verhindert, dass der Schimmel nach dem nächsten Winter erneut auftritt.
Häufige Fehler sind das Überstreichen von Schimmel mit normaler Dispersionsfarbe, das Aufstellen des Schrankes direkt nach dem Wischen und das Lüften nur morgens. Wer den Schrank sofort wieder an die Wand schiebt, schafft erneut einen luftdichten Hohlraum. Besser ist ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern zur Wand. Bei Außenwänden hilft zusätzlich eine Kalziumsilikatplatte oder eine Innendämmung, um die Oberflächentemperatur anzuheben. Ist die Wand dauerhaft feucht, etwa durch aufsteigende Nässe, reicht oberflächliches Sanieren nicht aus. Dann muss ein Fachbetrieb die Ursache beurteilen.