Ein schmaler Flur wird schnell zur Problemzone: Jede Jacke, jedes Paar Schuhe und jeder Schlüsselbund scheint den Durchgang noch enger zu machen. Bevor man Regale kauft oder Lampen montiert, lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme. Messen Sie die Breite an der engsten Stelle und notieren Sie, welche Funktionen der Flur erfüllen muss: Gehen, Ablegen, Ankommen. Wer diese drei Bereiche trennt, vermeidet den typischen Fehler, alles gleichzeitig zu wollen. Ein 90 Zentimeter breiter Gang verträgt keine 40 Zentimeter tiefe Schränke – dann bleiben nur 50 Zentimeter zum Durchgehen, und das ist zu wenig.
Der Zeitplan: Wann was passieren muss Nach dem Rückbau folgen Rohinstallation und Elektrik. Sanitärleitungen werden neu verlegt, Abflüsse mit Gefälle eingebaut, Kabel für Steckdosen und Licht gezogen. Diese Arbeiten müssen abgeschlossen und abgenommen sein, bevor Estrich oder Trockenbau darüber verschwindet. Danach folgt die Abdichtung im Nassbereich – hier scheitern viele Eigenleistungen. Die Verbundabdichtung muss vollflächig und in den Ecken mit Dichtband ausgeführt werden. Ein typischer Fehler ist, die Abdichtung zu dünn aufzutragen oder die Wandanschlüsse zu vergessen. Prüfe die Dichtheit, bevor Fliesen verlegt werden.
Wenn das Niveau passt, prüfen Sie die Steilheit bei unterschiedlichen Außentemperaturen. Ein klares Zeichen für eine zu steile Kurve ist, dass es bei milder Witterung zu warm wird und bei Frost gerade eben ausreicht. Dann ist die Kurve zu steil. Umgekehrt: Wird es bei Frost nicht warm genug und bei mildem Wetter ist es angenehm, ist die Kurve zu flach. Passen Sie die Steilheit in kleinen Schritten an und beobachten Sie über mehrere Tage. Prüfen Sie auch die Rücklauftemperatur: Eine zu hohe Rücklauftemperatur zeigt, dass die Vorlauftemperatur unnötig hoch ist.
Für die meisten Wände eignet sich ein mineralischer Füllstoff auf Gips- oder Zementbasis. Fertige Reparaturmörtel aus dem Baumarkt sind praktisch, aber auch einfacher Gips oder Mörtel funktioniert. Wichtig: Das Material darf nicht zu flüssig angerührt werden, sonst läuft es aus dem Loch und hinterlässt eine unebene Oberfläche. Eine Konsistenz wie Zahnpasta ist ideal. Mit einem Spachtel oder einem Holzstab das Loch in mehreren dünnen Schichten füllen, jede Schicht kurz antrocknen lassen. So vermeidet man Risse durch Schwinden.
Zuerst wird die Beschaffenheit der Nischenrückwand geprüft. Handelt es sich um Gipskarton, Beton, Ziegel oder Fliesen? In Gipskarton halten normale Dübel oft nicht, hier sind spezielle Hohlraumdübel nötig. Bei Fliesen muss mit einem Fliesenbohrer gearbeitet werden, um Risse zu vermeiden. Beton und Ziegel bieten guten Halt, erfordern aber einen Schlagbohrer oder Bohrhammer. Grundsätzlich gilt: Die Befestigung muss das Gewicht des Spiegels plus Sicherheitsreserve tragen. Ein zu schwacher Dübel führt früher oder später zum Herausbrechen.
Nach dem Aushärten die Oberfläche mit Schleifpapier oder einem Schleifschwamm glätten. Dabei nicht zu viel Druck ausüben, sonst bricht der Rand aus. Anschließend kann die Stelle überstrichen werden, falls sie sichtbar bleibt. Wer sichergehen will, markiert die alte Position mit einem Stück Kreppband, bevor gestrichen wird. So findet man die Stelle beim nächsten Bohren wieder und trifft nicht versehentlich daneben.
Ein altes Bohrloch in der Wand lässt sich mit wenigen Werkzeugen dauerhaft verschließen. Entscheidend ist, dass der Untergrund sauber und trocken ist, bevor Füllmaterial hineinkommt. Zuerst den Bohrstau beseitigen: Mit einem Staubsauger oder einer Spritze den losen Bohrmehlrest aus dem Loch ziehen. Bei tiefen Löchern in Beton oder Mauerwerk hilft ein kleiner Schraubendreher, um lose Partikel an der Innenwand zu lösen. Erst danach mit einem feuchten Tuch den Rand abwischen und vollständig trocknen lassen.
Für das erneute Bohren an derselben Stelle gilt: Nicht direkt auf den Füllstoff setzen, sondern den Bohrer leicht versetzt ansetzen, wenn möglich. Das verhindert, dass der Bohrer im harten Rand des alten Lochs verläuft. Mit einem scharfen Bohrer und mäßigem Druck arbeiten, damit der Bohrer nicht abrutscht. Bei Fliesen oder glatten Oberflächen vorher mit einem Körner eine kleine Markierung setzen. Nach dem Bohren den neuen Dübel einsetzen und prüfen, ob er fest sitzt. Wackelt der Dübel, war das Loch zu groß oder der Füllstoff zu weich.
Ein letzter Punkt: Niemals ein frisch verschlossenes Loch sofort wieder aufbohren. Das Material braucht je nach Produkt mehrere Stunden bis einen Tag, um vollständig auszuhärten. Wer zu früh bohrt, zerstört die Reparatur und muss von vorn anfangen. Also Geduld haben, die Trocknungszeit laut Herstellerangabe abwarten und erst dann den Bohrer ansetzen.
Realistisch dauert eine Komplettrenovierung mit Eigenleistung drei bis sechs Wochen, mit Handwerkern eher vier bis acht Wochen. Die größten Kostenblöcke sind Fliesen und Sanitärkeramik, gefolgt von Rohinstallation und Elektrik. Wer Arbeitszeit einsparen will, übernimmt Rückbau und Entsorgung selbst. Wer beim Abdichten oder bei der Elektrik unsicher ist, sollte diese Gewerke abgeben. Ein häufiger Fehler ist, parallel zu arbeiten und dadurch Leitungen zu beschädigen oder die Abdichtung zu unterbrechen.