Eine wackelnde Steckdose ist mehr als ein Ärgernis. Steckt ein Stecker nicht fest, entstehen Übergangswiderstände, die Wärme erzeugen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen können. Besonders bei Unterputzdosen mit Krallenbefestigung ist die Ursache meist nicht das Gehäuse selbst, sondern die Art und Weise, wie die Krallen greifen. Wer hier mit Gewalt nachhilft, zerstört oft die Wand oder das Gewinde.
Bei einer Unterputzdose aus Metall kann es passieren, dass die Krallen keinen Halt finden, weil die Dose innen glatt ist. Dann helfen spezielle Reparaturkrallen, die sich wie ein Spreizdübel verkeilen. Bei Kunststoffdosen ist Vorsicht geboten: Zu festes Anziehen sprengt das Material. Hier ist oft die gesamte Dose zu erneuern, wenn die Aufnahmen ausgeleiert sind. Das Auswechseln einer Unterputzdose bedeutet Stemmarbeiten und ist nichts für Laien ohne Erfahrung. In diesem Fall sollte eine Fachkraft die Dose setzen und die Steckdose neu anschließen.
Montage in der Sockelleiste: was wirklich zu tun i
Messen Sie zuerst die lichte Tiefe der Nische. Ein Heizkörper braucht hinter sich mindestens den Konvektionsraum, den der Hersteller vorschreibt, meist einige Zentimeter. Wenn Sie eine Dämmplatte direkt auf die Nischenrückwand kleben, verlieren Sie diese Tiefe. Prüfen Sie außerdem, ob die Nische tragendes Mauerwerk hat oder nur eine Ausfachung ist. Bei tragenden Teilen darf nichts abgetragen werden. Ein häufiger Fehler ist, einfach eine dicke Dämmplatte einzukleben, ohne die Feuchtigkeit zu bedenken. Kalte Außenwand und warme Raumluft treffen dann in der Dämmung aufeinander, Kondensat entsteht, und Schimmel ist vorprogrammiert.
Die Leiste wird auf Höhe der Sockelleiste angebracht, nicht darüber. Zuerst wird die Wand von Staub und Farbresten befreit, denn jede Unebenheit streut das Licht unkontrolliert. Ein Aluminiumprofil mit matter Oberfläche reflektiert weicher, ein poliertes Profil wirft harte Kanten – für Wohnräume ist matt fast immer die bessere Wahl. Das Profil wird mit Montagekleber oder Schrauben fixiert, wobei Schrauben nur in den oberen Rand gesetzt werden, damit die Reflexionsfläche frei bleibt. An Stoßstellen zwischen zwei Segmenten darf kein Spalt entstehen, sonst bricht der Lichtstrahl ab.
Kralle, Unterputz und die richtige Befestigung Es gibt zwei gängige Bauarten. Die eine wird mit Krallen befestigt: Zwei Metallbügel spreizen sich beim Anziehen der Schrauben und drücken sich von innen gegen die Wand oder die Hohlraumdose. Wenn die Dose wackelt, sind diese Krallen oft verbogen oder sitzen nicht mehr stramm. Prüfe, ob die Krallen gleichmäßig anliegen. Bei einer Hohlraumdose kann sich die Wand hinter dem Putz ausgedrückt haben, dann halten die Krallen nicht mehr. In dem Fall setzt man eine neue Dose oder eine geeignete Reparaturlösung ein.
Eine Heizkörpernische ist eine Schwachstelle in der Außenwand. Die Wand ist dort dünner, die Dämmung fehlt oder ist unzureichend, und die warme Luft des Heizkörpers entweicht nach draußen. Bevor Sie die Nische verschließen, müssen Sie entscheiden, ob Sie nur dämmen oder zusätzlich eine Trockenbauwand davor setzen. Die Kalkulation beginnt nicht mit dem Material, sondern mit der Frage: Wie tief ist die Nische, und wie viel Platz bleibt für den Heizkörper?
Kalkulieren Sie am Ende die Arbeitszeit ehrlich: Dämmen und Dampfbremse kleben dauert länger als das Aufstellen der Trockenbauwand. Wer nur die Nische dämmt, spart Zeit und Material, riskiert aber, dass der Heizkörper zu nah an der Wand steht und die Wärme nicht zirkuliert. Wer trockenbaut, gewinnt Gestaltungsfreiheit und kann Leitungen verstecken, verliert aber Raumtiefe. Prüfen Sie vor dem ersten Handgriff, ob der Heizkörper versetzt werden muss, und ob die Nische überhaupt gedämmt werden darf. Bei Mietwohnungen und denkmalgeschützten Fassaden ist das nicht immer erlaubt.
Die andere Bauart ist die Unterputzdose mit Schraubdomen. Hier wird der Einsatz direkt in die Dose geschraubt. Wackelt die Dose, sind entweder die Schrauben locker oder die Dome ausgebrochen. Lockere Schrauben lassen sich nachziehen. Ausgebrochene Dome kann man nicht reparieren, die Dose muss ersetzt werden. Das ist Arbeit mit Stemmen und neuem Putz, aber die einzige dauerhafte Lösung.
Häufig hat sich die Dose in der Unterputzdose gelockert, weil die Krallen oder die Befestigungsschrauben nachgegeben haben. Nimm die Abdeckung und den Rahmen ab. Bei einer Unterputzdose sitzen meist zwei Schrauben links und rechts, die den Einsatz in der Wand halten. Ziehe sie vorsichtig nach. Achte darauf, dass der Einsatz gerade sitzt und nicht verkantet. Drehe nicht mit Gewalt: Wenn die Schraube durchdreht, ist das Gewinde der Unterputzdose beschädigt, und dann hilft nur ein Austausch der Dose.
Wenn Sie zusätzlich eine Trockenbauwand vor die Nische setzen, planen Sie den Aufbau in dieser Reihenfolge: Dämmung in der Nische, Dampfbremse, Unterkonstruktion aus Metallprofilen, Beplankung mit geeigneten Platten. Die Profile dürfen die Dampfbremse nicht durchstoßen, sonst ist die Luftdichtheit dahin. Zwischen Dämmung und Beplankung bleibt ein Installationsraum, der nicht mit Dämmung vollgestopft werden darf. Achten Sie darauf, dass die Trockenbauwand den Heizkörper nicht berührt. Der Heizkörper gibt Strahlungswärme ab, die Platten können sich verfärben oder Risse bekommen. Ein weiterer typischer Fehler: Die Nische wird komplett verschlossen, aber die Heizkörperanschlüsse bleiben starr. Später ist kein Zugang mehr möglich, und jede Reparatur bedeutet Aufstemmen.
