Vor dem ersten Bohren lohnt ein Test mit Kreppband: Türöffnung und Bankposition auf dem Boden markieren, dann den Bewegungsablauf durchspielen. Wer sich beim Hinsetzen und Aufstehen nicht wohlfühlt oder die Tür nicht vollständig öffnen kann, ändert die Planung besser jetzt als nach der Montage. Eine Garderobennische mit Schiebetür und Bank funktioniert nicht durch teure Materialien, sondern durch die richtige Reihenfolge und ein paar Zentimeter Luft an den entscheidenden Stellen.
Das Band wird auf den Rahmen geklebt, nicht in die Fuge gedrückt. Die Klebefläche muss trocken und fettfrei sein. Das Band nur so weit abziehen, wie es in kurzer Zeit verarbeitet wird, sonst quillt es zu früh auf. Beim Aufkleben nicht dehnen. Wer das Band zieht, um Material zu sparen, zerstört die Zellstruktur. Es quillt dann ungleichmäßig und erreicht nicht mehr die volle Dicke. Das Band verlegen, ohne es zu stauchen, und die Schutzfolie erst nach dem Positionieren entfernen.
Bevor du dichtest, musst du den Ist-Zustand prüfen. Trocken heißt: mindestens zwei trockene Tage ohne Regen, sonst hält kein Material. Entferne alten Silikon, Acryl oder Mörtelreste vollständig mit einem Fugenmesser und einem scharfen Spachtel. Sitzt die Fensterbank locker, ist das der eigentliche Fehler; dann muss sie zuerst neu befestigt werden. Reinige die Fuge mit einer Drahtbürste und sauge den Staub ab. Eine Fuge, die nur überstrichen wird, hält nicht.
Typische Fehler sind: Band zu früh abziehen, Band dehnen, Fuge nicht reinigen, falsche Bandbreite wählen und die Quellzeit nicht abwarten. Wer diese Punkte beachtet, bekommt eine dauerhafte Abdichtung, die Zugluft, Feuchtigkeit und Lärm draußen hält. Nach dem Einbau prüfen, ob das Band gleichmäßig aufgequollen ist und die Fuge vollständig ausfüllt. Nur dann ist die Dichtung wirklich funktionsfähig.
Die eigentliche Installation folgt einem festen Ablauf. Zuerst wird die Kaltwasserleitung mit einem T-Stück abgezweigt und ein Eckventil mit Rückflussverhinderer gesetzt. Danach wird der Abfluss verlegt, entweder als Wandanschluss mit Siphon oder als Bodenablauf. Elektrische Arbeiten gehören in die Hände einer Fachkraft; die Waschmaschine braucht einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutz. Vor dem ersten Lauf werden alle Verbindungen auf Dichtheit geprüft, der Schlauch darf nicht geknickt oder unter Spannung stehen.
Vor dem Einbau muss die Fuge sauber sein. Staub, Mörtelreste und lose Partikel entfernen, sonst haftet das Band nicht zuverlässig. Die Fugenbreite messen, denn Kompriband wird nach seinem Nennmaß ausgewählt. Es muss die Fuge vollständig ausfüllen, aber ohne press zu sitzen. Bei einer 10 mm breiten Fuge ist ein Band mit einem Dehnbereich geeignet, der diesen Spalt sicher überbrückt. Zu schmal gewählt, bleibt ein Luftspalt; zu breit gewählt, lässt sich das Band nicht sauber einsetzen.
Die Entwässerung ist die zweite Säule. Ein Ablauf am tiefsten Punkt des Schachts ist Pflicht, nicht optional. Ist kein Gefälle vorhanden, hilft eine kleine Sickergrube oder eine Pumpe mit Schwimmerschalter. Der Ablauf muss regelmäßig gereinigt werden, mindestens zweimal im Jahr, besser vor und nach der Regensaison. Ein Laubschutzgitter über dem Ablauf verhindert das Gröbste, setzt sich aber selbst zu und will kontrolliert werden. Prüfen Sie außerdem, wohin das Wasser geleitet wird: Es darf nicht direkt an der Hauswand versickern, sonst wandert die Feuchtigkeit zurück in den Keller.
Ein zu großer Abstand zwischen den Bohrlöchern lässt Feuchtigkeit zwischen den Injektionspunkten aufsteigen. Die Sperrschicht ist dann löchrig und wirkt nur optisch. Ebenso problematisch: Bohrlöcher, die nicht tief genug oder nicht im richtigen Winkel gebohrt werden. Sie erreichen nicht den gesamten Wandquerschnitt, und das Wasser findet seitliche Wege. Bei zweischaligem Mauerwerk muss jede Schale separat behandelt werden, sonst bleibt eine Schale feucht. Wer nur von innen injiziert, übersieht oft, dass die Außenschale weiter Wasser zieht.
Die Fugenform spielt eine große Rolle. Eine Fuge mit Hinterschneidung oder unregelmäßiger Tiefe lässt sich mit Kompriband schlechter abdichten als eine gerade Fuge. Bei stark unebenen Fugen muss das Band eventuell mit einem passenden Vorlegeprofil kombiniert werden. Auch Ecken und Anschlüsse brauchen besondere Aufmerksamkeit. Das Band dort nicht stoßen, sondern mit Überlappung verlegen, damit keine Lücke entsteht.
Das Abdichten der Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk entscheidet darüber, ob Regenwasser, Zugluft und Schall draußen bleiben. Kompriband ist dafür eine zuverlässige Lösung, aber nur, wenn es korrekt verarbeitet wird. Der häufigste Fehler passiert bereits vor dem Einbau: Das Band wird zu stark gedehnt oder gestaucht. Beides führt dazu, dass die Dichtung nicht mehr vollständig aufquillt und die Fuge undicht bleibt.
Warum die Quellzeit und die Fugenform den Erfolg bestimmen Kompriband quillt nach dem Entfernen der Schutzfolie auf. Die Quellzeit hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei Kälte dauert es länger, bei Hitze schneller. Das Band darf nicht durch zu frühes Verschließen der Fuge am Aufquellen gehindert werden. Wird die Fuge sofort verputzt oder mit einer Abdeckung versehen, kann das Band nicht arbeiten. Es bleibt zusammengedrückt und dichtet nicht. Deshalb erst quellen lassen, dann weiterarbeiten.