Für die Anschlussseite an der Zarge verwendest du ein CW-Profil, das um die Zargenbreite plus etwa zehn Millimeter Dämm- und Dehnfuge gekürzt wird. Das Profil darf die Zarge nicht berühren. Zwischen Profil und Zargenflansch bleibt ein Spalt, der später mit Acryl oder einer dauerelastischen Fuge geschlossen wird. Ein häufiger Fehler ist, das Profil press an die Zarge zu schrauben. Dadurch entsteht eine starre Verbindung, die bei jeder Bewegung der Wand Risse in den Zargenanschluss treibt. Die Wand muss sich unabhängig von der Zarge minimal bewegen können.
So gehen Sie beim Abdichten Schritt für Schritt vor Zuerst reinigen Sie den Bereich gründlich. Lose Putzreste, alte Dichtmasse und Schmutz müssen restlos entfernt werden, sonst haftet das neue Material nicht. Nutzen Sie eine Drahtbürste und einen Spachtel, bei hartnäckigen Rückständen einen Fön zum Erwärmen der alten Fugen. Anschließend grundieren Sie den Untergrund mit einer Haftgrundierung, die zum späteren Dichtstoff passt. Das ist kein optionaler Schritt – ohne Haftvermittler löst sich die Fuge oft schon nach wenigen Monaten wieder ab.
Das Nachlaufrelais ist der eigentliche Knackpun
Spaltmaße, Hitzestau und die richtige Spannu
Typische Fehler: alte Dichtung nur überstreichen, Fugen ohne Hinterfüllung ausführen, bei praller Sonne arbeiten und dann Blasen im Material bekommen, oder die Fensterbank nachträglich mit Schrauben durchbohren, ohne die Bohrlöcher wieder zu verschließen. Auch ein zu großer Auftrag ist ein Fehler, weil dicke Dichtungen reißen. Prüfe nach dem Aushärten mit einem Wasserschlauch, ob wirklich alles dicht ist. Wasser darf nirgends unter die Bank laufen.
Zum Schluss: Lass die Wand vor dem Streichen vollständig durchtrocknen. Feuchtigkeit im Spachtel und in der Anschlussfuge führt sonst dazu, dass sich die Fuge nach dem Anstrich zusammenzieht und eine sichtbare Kerbe entsteht. Trocknungszeiten richten sich nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, nicht nach dem Kalender. Wer hier ungeduldig ist, arbeitet die ganze sorgfältige Montage mit einem Pinselstrich zunichte.
Ein weiterer typischer Fehler ist die fehlende Hinterfütterung. In die Fuge zwischen Wandplatte und Zarge gehört eine Rundschnur oder ein Kompriband, bevor das Acryl eingebracht wird. Ohne Hinterfütterung haftet das Acryl an drei Flächen gleichzeitig und reißt bei Bewegung in der Mitte auf. Die Fuge sollte außerdem nicht zu tief sein: etwa fünf bis acht Millimeter Tiefe reichen, damit das Material arbeiten kann. Zu tiefe Fugen brauchen sehr viel Material und trocknen ungleichmäßig.

Die Entwässerung ist die zweite Säule. Ein Ablauf am tiefsten Punkt des Schachts ist Pflicht, nicht optional. Ist kein Gefälle vorhanden, hilft eine kleine Sickergrube oder eine Pumpe mit Schwimmerschalter. Der Ablauf muss regelmäßig gereinigt werden, mindestens zweimal im Jahr, besser vor und nach der Regensaison. Ein Laubschutzgitter über dem Ablauf verhindert das Gröbste, setzt sich aber selbst zu und will kontrolliert werden. Prüfen Sie außerdem, wohin das Wasser geleitet wird: Es darf nicht direkt an der Hauswand versickern, sonst wandert die Feuchtigkeit zurück in den Keller.
Die Schnittkanten der Platten müssen verspachtelt werden, bevor die Fugenfüllung an der Zarge eingebracht wird. Sonst saugt die Gipskartonkante die Feuchtigkeit aus dem Fugenmaterial und die Fuge reißt beim Trocknen auf. Verspachtele die Schnittkanten mit einer ersten dünnen Schicht, lass sie durchtrocknen und schleife sie leicht an. Erst danach wird die Anschlussfuge zur Zarge mit einem dauerelastischen Material gefüllt. Silikon ist hier ungeeignet, weil es nicht überstreichbar ist. Nimm ein Acryl, das sich streichen lässt und dauerhaft elastisch bleibt.
Bevor Sie neu abdichten, müssen Sie die Ursache finden. Prüfen Sie die Fensterbank auf Risse, offene Fugen zum Mauerwerk und beschädigte Silikonfugen. Klopfen Sie den Putz vorsichtig mit dem Griff eines Schraubendrehers ab – klingt es hohl, ist der Untergrund lose und muss entfernt werden. Auch die Neigung der Fensterbank spielt eine Rolle: Steht sie waagerecht oder fällt sie sogar nach innen, kann Wasser nicht ablaufen und sucht sich seinen Weg in die Fuge. Eine korrekte Neigung von etwa zwei Grad nach außen ist wichtig, damit Regenwasser zuverlässig abfließt.
Die Beplankung an der Zarge richtig zuschneiden Beplanke zuerst die der Tür abgewandte Seite, danach die Türseite. Die Platte an der Zarge wird nicht einfach gerade abgeschnitten, sondern exakt auf die lichte Öffnung angepasst. Miss die Zargeninnenseite an mehreren Stellen: oben, in der Mitte und unten. Zargen sind selten über die gesamte Höhe gleich breit. Übernimm das größte Maß und schneide die Platte mit zwei bis drei Millimeter Luft zur Zarge. Diese Fuge wird später gefüllt und überdeckt. Wer die Platte auf das kleinste Maß zuschneidet, bekommt sie nicht hinein oder muss nachschneiden und verliert die saubere Kante.