Ein häufiger Fehler ist die Befestigung nur in der Mitte oder am Rand. Die Last muss gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt werden. Ebenso falsch: Abhänger mit zu großer Länge ohne zusätzliche Aussteifung. Lange, dünne Drähte oder Bänder schwingen und übertragen keine stabilen Kräfte. Besser ist eine kurze, direkte Verbindung oder ein stabiles Tragprofil. Auch das Weglassen der Randabstände rächt sich: Profile müssen etwa 10 bis 15 Zentimeter von der Wand entfernt enden, damit die Beplankung sauber aufliegt.
Vor dem Einbau muss die Fuge sauber sein. Staub, Mörtelreste und lose Partikel entfernen, sonst haftet das Band nicht zuverlässig. Die Fugenbreite messen, denn Kompriband wird nach seinem Nennmaß ausgewählt. Es muss die Fuge vollständig ausfüllen, aber ohne press zu sitzen. Bei einer 10 mm breiten Fuge ist ein Band mit einem Dehnbereich geeignet, der diesen Spalt sicher überbrückt. Zu schmal gewählt, bleibt ein Luftspalt; zu breit gewählt, lässt sich das Band nicht sauber einsetzen.
Typische Fehler beim Arbeiten von innen sind das Überdehnen von Dichtstoffen, das Verwenden ungeeigneter Schrauben in porösem Mauerwerk und das Verpressen von Dämmung ohne Hinterlüftung. Ebenso problematisch ist es, den Sturz mit schweren Lasten zu belasten, ohne die Tragfähigkeit zu prüfen. Wer eine innenliegende Verkleidung anbringt, muss darauf achten, dass die Fensterentwässerung nicht blockiert wird. Wasser, das nicht ablaufen kann, sucht sich seinen Weg in die Wand und führt zu Feuchtigkeitsschäden.
Warum die Quellzeit und die Fugenform den Erfolg bestimmen Kompriband quillt nach dem Entfernen der Schutzfolie auf. Die Quellzeit hängt von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei Kälte dauert es länger, bei Hitze schneller. Das Band darf nicht durch zu frühes Verschließen der Fuge am Aufquellen gehindert werden. Wird die Fuge sofort verputzt oder mit einer Abdeckung versehen, kann das Band nicht arbeiten. Es bleibt zusammengedrückt und dichtet nicht. Deshalb erst quellen lassen, dann weiterarbeiten.
Die Rückwand hinter dem Hörplatz ist der zweite wichtige Ort. Ein Absorber dort verhindert, dass der Schall direkt zurück an dein Ohr prallt und Sprache verwischt. Wenn kein Platz für ein großes Element ist, helfen schwere Vorhänge, ein Wandteppich oder ein hochfloriger Teppich, solange sie einen Luftspalt zur Wand haben. Der Boden zwischen Sofa und Lautsprechern sollte ebenfalls weich sein. Ein dicker Teppich reduziert den ersten Bodenreflex deutlich und ist oft wirksamer als ein weiteres Wandpaneel.
Abdichten oder absturzsichern – der Unterschied Beim Abdichten von innen geht es um die luftdichte Ebene zwischen Fenster und Wand. Dafür wird ein geeigneter Dichtstoff in die Fuge eingebracht, nachdem der Untergrund entstaubt und entfettet wurde. Der Dichtstoff darf nicht auf feuchtem Putz oder auf losen Partikeln haften, sonst reißt die Fuge. Beim Absturzschutz dagegen wird die Öffnung so gesichert, dass niemand hindurchfallen kann. Das betrifft vor allem bodentiefe Fenster und Laibungen in oberen Geschossen. Hier werden feste Elemente oder geprüfte Sicherungen eingebaut, nicht nur Dekoration.
Für feine Kratzer eignet sich Wachs in passender Holzfarbe. Es wird mit einem leicht erwärmten Spachtel in die Vertiefung gedrückt, überschüssiges Material mit einer Kunststoffklinge abgezogen und danach mit feiner Wolle verrieben. Bei tieferen Riefen oder kleinen Fehlstellen kommt Zweikomponenten-Holzspachtel zum Einsatz. Wichtig ist, ihn schichtweise aufzutragen und zwischen den Schichten trocknen zu lassen. Ein zu dicker Auftrag schrumpft beim Aushärten und reißt auf.
Aufsteigende Feuchtigkeit in der Kellerwand entsteht, wenn Wasser über die Kapillaren im Mauerwerk von unten nach oben gezogen wird. Das ist kein akutes Leck, sondern ein schleichender Prozess. Typische Anzeichen sind feuchte Flecken im unteren Wandbereich, abplatzender Putz, Salpeterausblühungen und ein muffiger Geruch. Bevor man mit dem Injektionsverfahren beginnt, muss die Ursache eindeutig feststehen. Eine undichte Drainage, defekte Regenwasserleitungen oder ein zu hoher Grundwasserspiegel können ähnliche Bilder erzeugen. Wer diese Punkte nicht ausschließt, saniert am Ende die falsche Stelle.
Die Fugenform spielt eine große Rolle. Eine Fuge mit Hinterschneidung oder unregelmäßiger Tiefe lässt sich mit Kompriband schlechter abdichten als eine gerade Fuge. Bei stark unebenen Fugen muss das Band eventuell mit einem passenden Vorlegeprofil kombiniert werden. Auch Ecken und Anschlüsse brauchen besondere Aufmerksamkeit. Das Band dort nicht stoßen, sondern mit Überlappung verlegen, damit keine Lücke entsteht.
Bei der Montage ist die Reihenfolge wichtig: erst prüfen, dann reinigen, dann dichten, dann sichern. Jede Schicht muss trocknen oder aushärten können, bevor die nächste folgt. Wer zu früh weiterarbeitet, verschließt Feuchtigkeit. Für den Absturzschutz gilt, dass die Befestigung im tragfähigen Untergrund erfolgen muss, nicht in der Dämmung oder in einer dünnen Blende. Im Zweifel ist eine statische Einschätzung nötig, bevor gebohrt oder geschnitten wird.