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Für die Abdichtung eignet sich dauerelastischer Dichtstoff auf Basis von Silikon oder besser noch MS-Polymer. Letzterer haftet auch auf leicht feuchtem Untergrund und bleibt UV-beständig. Ziehen Sie die Fuge mit einer Kartuschenpresse gleichmäßig aus und glätten Sie sie mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Spachtel. Arbeiten Sie in einem Zug, sonst entstehen Unebenheiten und Hohlräume. Bei größeren Spalten legen Sie zuerst eine Rundschnur als Hinterfüllung ein, damit der Dichtstoff nicht zu tief eindringt und richtig aushärten kann.

Typische Fehler sind das Ausstopfen der Nische mit Styropor ohne Randanschluss, das Aufbringen einer Dampfsperre ohne luftdichte Verklebung und das Dämmen bei feuchtem Mauerwerk. Auch das simple Überputzen der Nische ohne Dämmung bringt nichts, weil die Wärmebrücke im Mauerwerk bestehen bleibt. Wer unsicher ist, sollte vor dem Einbau den U-Wert der Wand berechnen lassen und die Dämmstärke daran anpassen. Nach dem Verschließen der Nische wird der Heizkörper entweder versetzt oder durch eine flache Wandheizung ersetzt. So bleibt die Wärme im Raum und die Wand trocken.

Undichte Fensterbänke von außen sind ein häufiges Problem, das sich schleichend entwickelt. Regenwasser dringt in feine Risse der Fugen oder des Putzes ein, gefriert im Winter und sprengt das Material weiter auf. Die Folge sind Feuchtigkeit in der Wand, abblätternde Farbe und im schlimmsten Fall Schimmel im Innenraum. Wer die Undichtigkeit früh erkennt, kann mit überschaubarem Aufwand nachbessern, bevor größere Schäden entstehen.

So gehen Sie beim Abdichten Schritt für Schritt vor Zuerst reinigen Sie den Bereich gründlich. Lose Putzreste, alte Dichtmasse und Schmutz müssen restlos entfernt werden, sonst haftet das neue Material nicht. Nutzen Sie eine Drahtbürste und einen Spachtel, bei hartnäckigen Rückständen einen Fön zum Erwärmen der alten Fugen. Anschließend grundieren Sie den Untergrund mit einer Haftgrundierung, die zum späteren Dichtstoff passt. Das ist kein optionaler Schritt – ohne Haftvermittler löst sich die Fuge oft schon nach wenigen Monaten wieder ab.

Ziehe die Dichtmasse mit einer Kartuschenpistole in gleichmäßigem Zug ein. Nicht zu dick, nicht zu dünn: eine Fugenbreite von etwa fünf bis acht Millimetern und eine Tiefe, die mindestens der halben Breite entspricht, sind praxiserprobt. Glätte die Fuge mit einem Fugenglätter, der mit Seifenwasser benetzt ist, in einem einzigen Zug. Mehrfaches Nachziehen hinterlässt Rillen, in denen Wasser stehen bleibt. Achte darauf, dass die Dichtung an beiden Rändern der Fensterbank und an der Wand vollflächig anliegt. Eine Dichtung, die nur außen aufliegt, ist keine Dichtung.

Bevor Sie neu abdichten, müssen Sie die Ursache finden. Prüfen Sie die Fensterbank auf Risse, offene Fugen zum Mauerwerk und beschädigte Silikonfugen. Klopfen Sie den Putz vorsichtig mit dem Griff eines Schraubendrehers ab – klingt es hohl, ist der Untergrund lose und muss entfernt werden. Auch die Neigung der Fensterbank spielt eine Rolle: Steht sie waagerecht oder fällt sie sogar nach innen, kann Wasser nicht ablaufen und sucht sich seinen Weg in die Fuge. Eine korrekte Neigung von etwa zwei Grad nach außen ist wichtig, damit Regenwasser zuverlässig abfließt.

Das Einbringen erfolgt mit einer Injektionspumpe oder einer Handpresse. Der Druck darf nicht zu hoch sein, sonst spritzt das Material aus den Fugen und verteilt sich ungleichmäßig. Bei zu niedrigem Druck dringt die Flüssigkeit nicht tief genug ein. Nach dem Setzen der Injektion müssen die Bohrlöcher verschlossen werden, meist mit einem passenden Mörtel oder Quellmörtel. Danach folgt eine Trocknungsphase von mehreren Wochen. In dieser Zeit darf die Wand nicht gestrichen oder verputzt werden. Wer zu früh weiterarbeitet, schließt die Feuchtigkeit ein und der Effekt ist dahin.

Ein häufiger Fehler ist das Abdichten bei direkter Sonneneinstrahlung oder auf nassem Untergrund. Die Fuge trocknet dann zu schnell aus und reißt. Ebenso problematisch ist es, einfach neues Silikon über altes zu spritzen – die Haftung ist gering und die Undichtigkeit kehrt zurück. Warten Sie nach dem Abdichten mindestens 24 Stunden, bevor Regen fällt. Prüfen Sie danach mit einem gezielten Wasserstrahl, ob alles dicht ist. Zeigt sich nach dem ersten starken Regen wieder Feuchtigkeit, suchen Sie weiter nach versteckten Rissen im Putz oder an der Fensterbank selbst.

So wird die Nische geschlossen und die Wärmebrücke entschärft Die wirksamste Methode ist das vollständige Schließen der Nische mit einem Dämmstoff, der keine Feuchtigkeit speichert. Mineralwolle eignet sich nur, wenn sie vollflächig und hohlraumfrei eingebaut wird. Besser sind kapillaraktive Dämmplatten aus Kalziumsilikat oder Holzfasern, weil sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Vor dem Einbau wird die Nischenrückwand gereinigt und mit einer Sperrgrundierung gegen aufsteigende Feuchte behandelt. Dann werden die Dämmplatten versetzt und mit einem geeigneten Kleber vollflächig verklebt. Hohlräume sind zu vermeiden, denn dort sammelt sich Kondensat.
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