Weg zwei: Aufsatz auf die bestehende Toilette Ein Aufsatz wird auf die vorhandene Schüssel montiert und bringt Düse, Steuerung und teils Warmluft mit. Der Vorteil: kein Eingriff in Abfluss und Fliesen. Sie benötigen dennoch Strom und Zulaufwasser, das über einen T-Stück am Spülkasten oder einen Eckventil abgezweigt wird. Messen Sie die Schüssel genau aus – Form und Lochabstand müssen passen, sonst wackelt der Aufsatz oder die Düse trifft nicht.
Für die Kalkulation sind Maße wichtiger als Preise. Benötigt werden der Abstand zur nächsten Kaltwasserleitung, die Höhe des Abflusses über dem Boden, die Tiefe der Nische und der seitliche Abstand zu Wänden. Ein Standardgerät braucht etwa 60 Zentimeter Breite, 60 Zentimeter Tiefe und 85 Zentimeter Höhe; nach oben sollte Luft zum Ausschwingen bleiben. Der Ablauf muss mit Gefälle verlegt werden, sonst steht Wasser in der Leitung. Bei einem Bodenablauf ist ein Geruchsverschluss Pflicht, bei einem Siphon unter dem Waschbecken muss der Anschluss druckfest sein.
Für die Verkabelung bedeutet das: Der Außenleiter wird auf die Versorgungsklemme des Relais gelegt, der geschaltete Lampendraht auf den Steuereingang, der Ventilator auf den Ausgang. Neutralleiter und Schutzleiter werden durchgeschleift. Wer die Aderfarben nicht sicher zuordnen kann, misst nach dem Freischalten jede Ader gegen den Schutzleiter und untereinander. Ein häufiger Fehler ist, den blauen Neutralleiter als geschalteten Leiter zu verwenden, weil er im Schalter falsch aufgelegt wurde. Das führt im besten Fall zu einem Kurzschluss, im schlechteren zu einem Stromschlag beim nächsten Lampenwechsel.
Vor dem Kauf die Trägerart prüfen. Manche Klemmträger funktionieren nur bei bestimmten Falztiefen. Ist der Falz zu flach oder zu tief, halten sie nicht. Bei Kunststofffenstern mit Dichtung darf der Träger die Dichtung nicht zusammendrücken, sonst wird das Fenster undicht. Bei Holzfenstern auf Lackschäden achten; scharfe Kanten am Träger lassen sich mit einem Stück Klebeband entschärfen.
Für dauerhaften Schutz hilft ein zusätzlicher Anschlagpuffer an der Rahmeninnenseite. Dieser verhindert das direkte Aufschlagen des Flügels auf die Wand und dämpft den Aufprall. Messen Sie den Abstand zwischen Flügelkante und Wand im geöffneten Zustand. Der Puffer muss so dick sein, dass der Flügel nicht mehr als nötig ausschwingt, aber noch genug Luft für die Dichtung bleibt. Tauschen Sie abgenutzte Puffer rechtzeitig aus, denn poröses Material verliert seine Wirkung.
Ein häufiger Fehler ist das Festklemmen mit Holzkeilen oder Korken. Das hält nur kurz, rutscht bei Erschütterung heraus und kann den Beschlag verbiegen. Besser ist ein flexibler Riegel, der am Griff eingehakt wird und einrastet. Wer den Flügel dauerhaft nur einen Spalt öffnen will, sollte einen Kippbegrenzer verwenden, der im Beschlag selbst einrastet. Prüfen Sie nach jeder Montage, ob sich das Fenster noch vollständig schließen lässt – sonst ist der Begrenzer zu stramm eingestellt.
Die richtige Sicherung Step by Step Begrenzen Sie den Öffnungswinkel mit einem verstellbaren Fensterbegrenzer. Dieses kleine Bauteil wird am Rahmen verschraubt und greift in den Flügel. Stellen Sie den Begrenzer so ein, dass der Flügel höchstens eine Handbreit über den Rahmen hinausragt. Bei älteren Fenstern ohne Bohrung im Flügel helfen Klemmbegrenzer, die ohne Werkzeug montiert werden. Achten Sie darauf, dass der Begrenzer nicht den Dichtungsgummi quetscht, sonst wird das Fenster undicht.
Weg eins: Komplettes Dusch-WC statt alter Schüssel Der Austausch des gesamten WCs ist der sauberste Weg. Vorhandene Spülanschlüsse bleiben meist nutzbar, doch Sie brauchen eine Steckdose in Reichweite und einen Wasseranschluss für den Strahl. Prüfen Sie vorher das Maß zwischen Wand und Abfluss (Rohbaumaß), sonst passt das neue Becken nicht. Typischer Fehler: Steckdose erst nach dem Fliesenlegen planen. Legen Sie die Elektroleitung vorher, mit FI-Schutz und möglichst eigener Absicherung.
Diese Variante eignet sich, wenn ohnehin saniert wird. Sie erhalten volle Funktion, verstellen aber die gesamte Sanitärsituation. Beachten Sie die Herstellerangaben zum Mindestwasserduck, sonst arbeitet die Düse unbefriedigend.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Überdämmen mit Bauschaum. Kompriband und Schaum schließen sich gegenseitig aus. Das Band übernimmt die Abdichtung gegen Schlagregen und Zugluft, der Schaum nur die Wärmedämmung. Wird Schaum über das Band gespritzt, verhindert er das Aufquellen und die Fuge wird undicht. Umgekehrt darf das Band nicht mit Dispersionsfarbe oder Silikon überstrichen werden. Beides macht die diffusionsoffene Funktion zunichte. Bei starken Temperaturschwankungen ist auf die Verarbeitungstemperatur zu achten: Viele Bänder lassen sich nur oberhalb von etwa fünf Grad sauber einbauen.

Häufiger Fehler: zu kurze Kabelwege und Schläuche, die später unter Spannung stehen. Verlegen Sie Zuleitungen mit Reserve. Achten Sie auf Spritzwasserschutz (IP-Schutzart) im Badezimmer, besonders in der Nähe von Dusche und Wanne. Bei Mietwohnungen vorher den Vermieter fragen, wenn Sie in die Wasserinstallation eingreifen.