Der häufigste Fehler ist ein zu großer Ausschnitt. Wer mit der Stichsäge oder dem Multifunktionswerkzeug arbeitet, schneidet schnell über die Bleistiftlinie hinaus. Die Dose hält dann zwar, aber der Spalt bleibt sichtbar, weil die Abdeckung ihn nicht mehr überdeckt. Deshalb gilt: Den Ausschnitt immer eine Spur kleiner anlegen als die Dosenöffnung und anschließend mit einer Feile oder einem Cuttermesser nacharbeiten, bis die Dose satt und ohne Spiel sitzt. Ein kleiner Rand, der von der Abdeckung verdeckt wird, ist unproblematisch – ein zu großes Loch lässt sich dagegen kaum kaschieren.
Die richtige Technik für gerade Nuten Für saubere Schlitze hat sich der Einsatz einer Führungsschiene oder eines geraden Anschlags bewährt. Eine handelsübliche Trockenbausäge mit auswechselbarem Blatt oder ein Multifunktionswerkzeug mit passendem Aufsatz leistet gute Dienste. Wichtig ist eine niedrige Drehzahl und wenig Druck: Zu viel Vorschub reißt die Papieroberfläche ein und hinterlässt unsaubere Kanten. Der Schnitt erfolgt in zwei Gängen – erst die obere Papierschicht durchtrennen, dann den Gipskern. So lassen sich die Kanten anschließend mit einem Cuttermesser glätten.
Wer Kabel in Trockenbauwänden verlegen will, kommt um das Fräsen von Schlitzen nicht herum. Der häufigste Fehler passiert dabei nicht beim Fräsen selbst, sondern davor: Es wird ohne Markierung und ohne Führungsschiene angesetzt. Die Folge sind schiefe Nuten, ausgerissene Gipskartonkanten und im schlimmsten Fall beschädigte Dampfsperren oder dahinterliegende Leitungen. Sauber arbeiten heißt hier vor allem: planen, anzeichnen, führen.
Viele greifen zuerst zu Talkumpuder, Wachs oder Öl und behandeln die Fugen. Das mag für ein paar Tage oder Wochen helfen, doch sobald sich Staub und Schmuck in der Schmiere sammeln, kommt das Quietschen zurück – oft schlimmer als zuvor. Der Grund: Sie bekämpfen das Symptom, nicht die Ursache. Reibung entsteht nicht durch fehlende Gleitfähigkeit, sondern durch Bewegung. Solange die Diele Spiel hat, wird sie sich bewegen und Geräusche verursachen. Schmiermittel sind daher nur eine Notlösung, wenn Sie absolut nicht an die Unterseite gelangen.
Die Tiefe muss exakt begrenzt werden. Bei einfach beplankten Wänden reicht eine Schnitttiefe von etwa halber Plattenstärke, um das Kabel aufzunehmen. Ein Tiefenanschlag am Werkzeug oder ein aufgeklebter Klebebandstreifen als Markierung verhindert, dass die Säge in den Hohlraum oder in die Dämmung schneidet. Besonders kritisch sind horizontale Schlitze: Sie dürfen nie über die gesamte Wandlänge laufen, weil sie die Statik der Beplankung schwächen. Besser kurze Stücke setzen und die Kabel in Bögen führen.
Aufputz-Installation ist im Altbau oft die ehrlichste Lösung. Kabelkanäle, Rohrschellen und sichtbare Leitungen lassen sich sauber führen, sind jederzeit zugänglich und verursachen keinen Bauschutt. In Räumen mit Stuck und historischen Profilen ist das optisch nicht immer gewünscht, aber technisch meist die risikoärmste Variante. Wer Aufputz wählt, sollte auf gerade Linien und einheitliche Höhen achten, sonst wirkt die Installation schnell provisorisch. Besonders in Fluren und Nebenräumen ist diese Lösung praktikabel und spart Eingriffe in die Bausubstanz.
Wer im Altbau Leitungen verlegen will, stößt schnell an Grenzen, die in Neubauten keine Rolle spielen. Massive Wände aus Vollziegel, Lehmputz, Holzbalkendecken und oft noch vorhandene Installationen aus verschiedenen Epochen bestimmen, was machbar ist. Bevor irgendwo gestemmt wird, gehört eine Bestandsaufnahme dazu: Wo verlaufen alte Strom-, Wasser- und Gasleitungen? Wo sind tragende Bauteile? Wer diese Prüfung überspringt, bohrt im schlimmsten Fall durch ein Wasserrohr oder beschädigt einen Unterzug.
Zunächst muss die Wandlage geklärt sein. In einer einfach beplankten Ständerwand sitzt hinter der Platte direkt der Hohlraum mit Dämmung. Eine doppelt beplankte Wand bietet mehr Fleisch, aber auch mehr Widerstand. Vor dem ersten Schnitt wird der Leitungsverlauf mit Bleistift und Wasserwaage angezeichnet – mittig zwischen den Ständern, nicht direkt auf ihnen. Denn der Ständer aus Metall oder Holz ist die eigentliche Barriere. Wer blind drauflos fräst, trifft ihn garantiert und ruiniert das Werkzeug.
Die richtige Befestigung entscheidet über die Sicherhe
Ein weiterer typischer Fehler ist das Fräsen nach dem Verputzen. Wer Schlitze in bereits verspachtelte Wände schneidet, zerstört die Oberfläche und muss großflächig nacharbeiten. Deshalb gehören alle Leerrohre und Kabel in die Rohbauphase, bevor gespachtelt und gestrichen wird. Nach dem Einlegen der Kabel werden die Nuten mit geeigneter Spachtelmasse verschlossen, die Kanten vorher leicht anfeuchten. So entsteht ein sauberer Übergang ohne Risse.
Eine Glasfront von fünf auf drei Metern Höhe mit einer Fläche von zwanzig Quadratmetern wirkt akustisch wie eine Betonwand: Sie reflektiert fast den gesamten Schall. Der Nachhall in einem Büro oder Wohnraum mit großer Verglasung entsteht nicht durch das Glas allein, sondern durch das Verhältnis von schallharter Fläche zu absorbierender Fläche. Stoffbahnen können dieses Verhältnis verändern, wenn sie richtig angebracht werden. Ein einfacher Vorhang reicht dafür nicht aus.