Eine Notfalltasche für die erste Nacht gehört ins Auto, nicht in den Umzugswagen. Darin: Toilettenpapier, Handtuch, Seife, Zahnbürste, ein Satz Kleidung, Medikamente, Ladegeräte, ein Messer, ein paar Teller und Besteck, Wasser und ein Snack. Auch Werkzeug wie Schraubendreher, Hammer und ein Cuttermesser sollten griffbereit sein, um Möbel aufzubauen oder Kartons zu öffnen. Wer diese Tasche zwischen all die anderen Kartons schiebt, steht abends vor verschlossener Tür und kommt an nichts heran.
Handtücher sind der empfindlichste Posten. Sie nehmen pro Duschgang Wasser auf und trocknen nur, wenn Luft zirkulieren kann. Hängen sie dicht an dicht auf einer Stange oder gar über der Heizung, bleibt der Kern feucht. Nach zwei, drei Tagen riecht das Tuch muffig, und genau dieser Geruch ist ein Zeichen dafür, dass sich Mikroorganismen eingenistet haben. Wer nur ein Handtuch pro Person benutzt und es nach jedem Gebrauch glatt aufhängt, statt es zu knüllen, verdoppelt die nutzbare Zeit bis zur nächsten Wäsche. Bei 60 Grad waschen, nicht bei 30 – nur so sterben die Keime ab, die den Geruch verursachen. Weichspüler ist kontraproduktiv: Er legt einen Film auf die Fasern, der Wasseraufnahme und Trocknung verschlechtert.
Zwei Ebenen statt einer Stan
Ein oft übersehener Punkt: Kräuter nicht waschen, bevor sie gelagert werden. Waschen erst unmittelbar vor dem Essen. Wer sie trotzdem wäscht, muss sie vollständig trocknen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Restfeuchtigkeit zwischen den Blättern ist der Hauptgrund, warum Petersilie innerhalb eines Tages schleimig wird. Auch das Entfernen welker Blätter vor dem Lagern hilft, denn faulende Reste stecken andere Stiele an.
Erst messen, dann bauen: Die 60-Zentimeter-Regel Die wichtigste Zahl bei jeder Dachschräge ist 60. So tief sollte ein Stauraum mindestens sein, damit man an die hinterste Ecke noch herankommt. Wird der Platz tiefer, verschwinden Dinge in der Dunkelheit und werden doppelt gekauft. Wer die Nische tiefer nutzen will, plant Auszüge oder Rollcontainer, die sich komplett herausziehen lassen. Typischer Fehler: Ein Regal wird bündig mit der Wand unter der Schräge gestellt, aber die oberste Ebene ist so flach, dass nur noch ein einzelnes Buch hineinpasst. Besser ist es, die Fächer nach oben hin schmaler werden zu lassen und dort nur Kleinteile zu verstauen.
Unter dem Bett zirkuliert wenig Luft. Das ist der wichtigste Punkt, den viele unterschätzen. Kleidung, Bettwäsche oder Textilien, die dort längere Zeit liegen, nehmen Feuchtigkeit auf und riechen muffig. Besser geeignet sind Gegenstände, die ohnehin nicht oft benutzt werden: Winterkleidung in dichten Taschen, Schuhe in geschlossenen Boxen, Werkzeug, Reisezubehör oder saisonale Dekoration. Alles, was direkt mit Haut oder Atemwegen in Berührung kommt, gehört nicht in die staubigste Zone der Wohnung.
Für Dinge, die nur einmal im Jahr gebraucht werden – Koffer, Weihnachtsdekoration, Wintersachen – reicht ein einfaches System aus Holzlatten und Rollboxen. Wer es ordentlich mag, streicht die Unterseite der Schräge weiß, damit der Raum heller wirkt. Dunkle Ecken werden sonst zu Ablagen für alles, was keinen Platz hat. Eine kleine Leiste mit Haken an der niedrigsten Stelle schafft zusätzlichen Nutzen, ohne dass man sich den Kopf stößt.
Am Ende zählt nicht, wie viel Quadratmeter die Dachschräge hat, sondern wie gut sie erreichbar ist. Jeder Zentimeter, der nur mit Verrenkungen zugänglich ist, wird zur Dauerablage. Wer regelmäßig an den Stauraum herankommt, hält ihn auch in Ordnung. Wer ihn vergisst, findet dort nach zwei Jahren nur noch Staub und vergessene Kartons.
Die Rückwand eines Schranks unter der Schräge muss nicht gerade sein. Ein Schreiner oder ein geschickter Heimwerker kann die Seitenwangen und Türen so zuschneiden, dass sie der Neigung folgen. Bei Schiebetüren ist Vorsicht geboten: Sie brauchen eine gerade Führungsschiene, sonst verkanten sie. Wer mit offenen Körben und Boxen arbeitet, spart sich diese Arbeit. Wichtig ist, dass die Boxen beschriftet werden, sonst weiß nach einem Jahr niemand mehr, was in der hintersten Kiste liegt.
Der Raum unter einer Dachschräge wird oft als Problemzone behandelt: zu niedrig, zu verwinkelt, zu warm im Sommer. Dabei lässt sich genau dort Stauraum schaffen, der in keinem anderen Zimmer Platz findet. Entscheidend ist, die Höhe des Knies zu messen, bevor irgendetwas gekauft oder gebaut wird. Wer unter 90 Zentimeter liegt, sollte dort nur noch Dinge lagern, die selten gebraucht werden. Zwischen 90 und 130 Zentimetern eignen sich offene Regale oder Schubladenkästen, die flach an der Schräge entlanglaufen. Erst ab etwa 150 Zentimetern lohnt sich ein Schrank mit vollwertiger Kleiderstange, weil sich sonst jedes Hemd verheddert.
Ein häufiger Fehler ist die falsche Reihenfolge: Zuerst wird der Boden verlegt, dann fällt auf, dass die Schubladen nicht passen. Wer Stauraum unter der Schräge plant, sollte zuerst die Möbel oder Einbauten festlegen und danach den Bodenbelag wählen. Auch die Heizung wird oft vergessen. Sitzt ein Heizkörper in der Nische, darf davor kein geschlossener Schrank stehen, sonst staut sich die Wärme und die Wandfeuchtigkeit steigt. Hier hilft ein offenes Regal mit Abstand zur Wand.