Die Bezeichnung „A4che" steht in der Praxis für flache oder nur leicht gewölbte Flächen, die mit geringer Tiefe bearbeitet werden. „Tiefe Hohlr" meint dagegen stark gekrümmte, tiefe Hohlräume, wie sie etwa in Formen, Matrizen oder Rohrinnenseiten vorkommen. Der Unterschied liegt nicht nur in der Geometrie, sondern vor allem in der Zugänglichkeit, der Spanabfuhr und der Stabilität des Werkzeugs.
Wenn eine Kerze rußt, liegt das fast nie an der Kerze selbst. Rauch entsteht, wenn die Flamme nicht genug Sauerstoff bekommt und unverbrannte Kohlenstoffpartikel abgibt. Statt die Kerze wegzuwerfen, lohnt es sich, drei Dinge zu prüfen: Zugluft, Dochtlänge und Wachsmenge in der Schmelzgrube. In dieser Reihenfolge findet man die Ursache meist in wenigen Minuten.

Ein weiterer typischer Fehler ist, feuchte Stellen einfach zu ignorieren oder nur oberflächlich abzuwischen. Das Wasser zieht dann in poröse Materialien wie Ton, Holz oder unbeschichteten Beton ein. Dort bildet sich mit der Zeit Schimmel, und das Material quillt auf oder wird spröde. Wer nur abwischt, ohne die Ursache zu beheben, wird die Feuchtigkeit schon nach kurzer Zeit wiederfinden. Besser ist es, das Gefäß vollständig zu entleeren, gründlich zu trocknen und erst dann neu zu befüllen.
Der erste Guss hat eine Aufgabe: Er soll den Docht fixieren und eine tragfähige Basis schaffen. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst nur bis knapp unter die spätere Oberkante zu gießen. Das Wachs darf dabei nicht zu heiß sein. Bei zu heißer Schmelze zieht sich der Docht zusammen, es bilden sich Lufteinschlüsse, und die Einfallstelle wird beim Abkühlen umso tiefer. Als Faustregel gilt: Gießtemperatur einige Grad über dem Schmelzpunkt, nicht mehr. Den Docht vorher straff spannen und mittig zentrieren, sonst wandert die Mulde zur Seite.
Eine brennende Kerze gibt mehr Wärme ab, als man denkt. Direkt über der Flamme werden mehrere hundert Grad erreicht, und am Fuß der Kerze bleiben oft noch 60 bis 90 Grad übrig. Diese Restwärme reicht aus, um Lack, Wachstuch oder Kunststoff anzugreifen. Ein Untersetzer muss also nicht nur gegen offene Flammen schützen, sondern vor allem dauerhaft Hitze ableiten und speichern können.
Prüfen, ob es sich um Kondensat oder um ein Leck handelt Bevor man etwas unternimmt, sollte man die Feuchtigkeit genauer lokalisieren. Wischen Sie die Stellen mit einem trockenen Tuch ab und beobachten Sie, wo innerhalb weniger Stunden neues Wasser auftaucht. Bildet sich die Feuchtigkeit gleichmäßig an der Wand, spricht das für Kondensat. Tritt sie nur an einer Stelle, an einer Naht oder am Boden auf, ist wahrscheinlich eine Dichtung undicht oder das Material hat einen Haarriss. In diesem Fall hilft kein Lüften, sondern nur das Abdichten oder der Austausch des Gefäßes.
Ein weiterer Fehler ist die Brenndauer. Zu kurzes Abbrennen lässt einen Krater im Wachs entstehen, in dem der Docht ertrinkt und qualmt. Brennen Sie eine Kerze beim ersten Mal so lange, bis die gesamte Oberfläche flüssig ist, meist ein bis zwei Stunden. Danach sollte die Kerze wieder vollständig erstarren, bevor sie erneut angezündet wird.
Am zuverlässigsten sind massive, nicht brennbare Materialien: Glas, Stein, Keramik, Metall oder Beton. Entscheidend ist die Masse. Ein dünner Glasdeckel wird schnell heiß und gibt die Wärme an die darunterliegende Fläche weiter. Ein dickes Stück Granit, ein schwerer Tonuntersetzer oder eine flache Metallplatte mit umlaufendem Rand verteilen die Wärme dagegen über eine größere Fläche und halten sie länger zurück.
Typische Fehler sind ein zu langer Docht während des Gießens, ein zu schnelles Abkühlen im Kühlschrank und das Rühren in der erkaltenden Schmelze. Auch ein zu dicker Docht verstärkt das Problem, weil er mehr Wärme speichert. Nach dem zweiten Guss die Kerze langsam bei Raumtemperatur abkühlen lassen, mindestens mehrere Stunden, besser über Nacht. Erst danach den Docht auf die endgültige Länge kürzen. Eine glatte Oberfläche zeigt, dass der zweite Guss seinen Zweck erfüllt hat.
Die häufigste Ursache ist ein Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenwand. Warme, feuchte Luft im Gefäß kühlt an der Wand ab, der Wasserdampf schlägt sich nieder. Das passiert besonders dann, wenn das Gefäß teilweise gefüllt ist und die Luft darüber einen großen Hohlraum bildet. Abhilfe schafft hier, den Füllstand zu erhöhen oder das Gefäß an einen Ort mit gleichmäßiger Temperatur zu stellen. Auch das Abdecken mit einem passenden Deckel reduziert den Luftaustausch und damit die Kondensation erheblich.
Ein häufiger Fehler ist es, dieselben Parameter für flache und tiefe Bereiche zu verwenden. Das führt entweder zu überlasteten Werkzeugen in der Tiefe oder zu unnötig langsamer Bearbeitung an der Oberfläche. Sinnvoll ist eine Aufteilung in Zonen: erst grob vorarbeiten, dann mit kürzeren Werkzeugen nachsetzen. Auch der Eintauchwinkel sollte in tiefen Hohlräumen flacher gewählt werden, um Rattermarken und Werkzeugbruch zu vermeiden.