Ein häufiger Fehler ist auch die falsche Einschraubtiefe. Die Schraube muss mindestens so tief in den Dübel reichen, wie der Dübel lang ist. Bei zu kurzen Schrauben wird nur der vordere Teil des Dübels gespreizt, die volle Haltekraft bleibt ungenutzt. Ebenso problematisch: das Loch nicht zu tief bohren, aber den Dübel mit Gewalt hineinschlagen. Dadurch wird der Dübel gestaucht und spreizt nicht mehr richtig. Besser ist es, das Bohrloch passend zu wählen und den Dübel leicht mit dem Hammer bis zur Wandoberfläche einzutreiben.

Ebenso häufig sind es die Schrauben in der Zarge oder im Rahmen, die sich gelockert haben. Eine Tür hängt mit der Zeit nach, weil das obere Band nicht mehr fest genug sitzt. Hier genügt es oft, die Schrauben nachzuziehen. Drehen sie durch, hilft ein längerer und dickerer Ersatz oder ein Holzstück, das in das alte Loch geleimt wird, bevor die Schraube wieder greift. Wer stattdessen sofort hobelt, verschlimmert das Problem: Die Tür wird leichter, das Nachhängen bleibt, und nach kurzer Zeit schleift sie wieder.
Die Wahl des Dübels entscheidet darüber, ob ein Regal hält oder die Wand beschädigt wird. Viele Fehlbohrungen entstehen nicht durch falsches Werkzeug, sondern durch einen Dübel, der nicht zum Untergrund passt. Bevor der Bohrer angesetzt wird, muss klar sein, woraus die Wand besteht. Ein kurzer Klopftest mit dem Fingerknöchel hilft: Klingt die Wand hohl, handelt es sich wahrscheinlich um Trockenbau oder eine Vorsatzschale. Klingt sie dumpf und fest, ist massives Mauerwerk wahrscheinlich.
Hohlräume und weiche Baustoffe erfordern andere Technik Bei Gipskartonplatten versagen normale Spreizdübel, weil die dünne Platte dem Druck nicht standhält. Hier sind Hohlraumdübel nötig, die sich hinter der Platte großflächig verkeilen oder aufspreizen. Für leichte Lasten wie Bilder reichen selbstbohrende Dübel, die ohne Vorbohren direkt in die Platte gedreht werden. Für schwerere Regale sollten Metallhohlraumdübel verwendet werden, die eine größere Auflagefläche hinter der Platte schaffen. Wichtig: Die Last muss immer an der Wand anliegen, nicht an der Platte ziehen.
Auch die Zarge selbst kann sich bewegt haben. Setzt sich der Baukörper, verzieht sich der Rahmen, und die Tür klemmt an einer Seite. In diesem Fall lässt sich die Zarge mit Keilen oder Unterlegscheiben hinter den Bändern leicht korrigieren. Dazu Tür aushängen, Bandtaschen lösen, Zarge vorsichtig ausrichten und wieder befestigen. Wer hier ohne Geduld arbeitet, riskiert, dass die Tür später in einer anderen Ecke streift. Nach dem Ausrichten immer prüfen, ob die Tür gleichmäßig schließt und das Schloss noch sauber einrastet.
Warum die Florhöhe über Flecken entscheidet Eine Walze mit langem Flor (ab etwa 18 mm) nimmt viel Farbe auf und gibt sie ungleichmäßig wieder ab. Auf glatten Decken entstehen leicht Streifen und unregelmäßige Flecken. Kurzflorige Walzen (6–12 mm) hingegen geben die Farbe gleichmäßiger ab und hinterlassen eine homogene Oberfläche. Für Decken ist eine kurzflorige Walze mit einer Florhöhe von 9 bis 12 mm der beste Kompromiss: Sie speichert genug Farbe für große Flächen, ohne zu kleckern. Bei sehr rauen Decken kann eine mittlere Florhöhe von 12–15 mm sinnvoll sein, aber nie länger.
Bei starken Lasten wie Wandregalen oder Markisen sollte die Befestigung immer im tragenden Untergrund erfolgen, nicht in der Dämmung oder in einer Vorsatzschale. Im Zweifel hilft ein Blick hinter die Wand: Eine kleine Probebohrung an unauffälliger Stelle zeigt, welches Material vorliegt. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einen Fachmann hinzuziehen, als ein riskantes Experiment zu wagen.
In Porenbeton, auch bekannt als Gasbeton, halten nur spezielle Dübel mit großer Spreizfläche. Normale Dübel finden in dem weichen Material kaum Halt, weil die Wand nachgibt. Diese Dübel werden oft mit einer Art Gewindeschneider in das Bohrloch gedreht, ohne dass sich der Dübel im Loch spreizt. Ein typischer Fehler ist, in Porenbeton mit einem normalen Spreizdübel zu arbeiten – er hält vielleicht kurz, lockert sich aber mit der Zeit.
Erst wenn alle Einstellmöglichkeiten ausgeschöpft sind und die Tür weiterhin schleift, ist Hobeln eine Option. Dann aber nur die Unterkante, und nur so viel wie nötig. Mit einem Bleistift eine Linie entlang der Kontaktstelle ziehen, die Tür ausbauen, sicher auf Böcke legen und mit einem scharfen Hobel in mehreren dünnen Zügen arbeiten. Nie in einem Durchgang zu viel abtragen. Nach dem Hobeln die Kante leicht brechen und mit Schleifpapier glätten, damit sie nicht ausfranst. Anschließend die Tür wieder einhängen und prüfen, ob sie in allen Positionen frei läuft.
Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Tür schließen und beobachten, wo genau der Widerstand entsteht. Schleift die Tür unten am Boden, ist das ein anderes Problem als ein Streifen an der Schließkante oder oben am Sturz. Mit einem Bleistift lässt sich die Kontaktstelle markieren, während die Tür langsam bewegt wird. Ein Streifen Papier oder eine dünne Pappe, zwischen Tür und Zarge geschoben, zeigt, wo der Spalt bereits zu eng ist. Diese Diagnose kostet fünf Minuten und entscheidet über den weiteren Weg.