
Wer streichen muss, sollte auf Qualität achten. Zwei Anstriche mit gut deckender Innenwandfarbe auf sauberem, trockenem Untergrund verhindern Flecken und spätere Reklamationen. Vorarbeiten wie Abkleben, Abdecken und leichtes Anschleifen sparen Zeit beim Endanstrich. Kleine Löcher werden mit Spachtelmasse gefüllt und nach dem Trocknen glatt geschliffen. Wer unsicher ist, ob gestrichen werden muss, sollte sich frühzeitig mit dem Vermieter abstimmen und die Vereinbarung schriftlich festhalten. Das vermeidet Streit und schützt die Kaution.
Im Winter entscheidet die Raumtemperatur darüber, ob der Anstrich sauber durchtrocknet oder ob sich nach Wochen Blasen, Risse und fleckige Übergänge zeigen. Hersteller geben auf den Gebinden meist einen Bereich von 15 bis 25 Grad Celsius an. Wird es kälter, verdunstet das Wasser oder Lösemittel aus der Farbe zu langsam, die Pigmente können sich nicht gleichmäßig verbinden, und die Haftung auf dem Untergrund leidet. Bei zu warmer Luft trocknet die Oberfläche zwar schnell an, doch darunter bleibt die Farbe weich – ein typischer Fehler in beheizten, aber schlecht gelüfteten Räumen.
Für harte Kalkablagerungen auf Zementfugen hat sich eine Paste aus Natron und wenig Wasser bewährt. Trage sie mit einer alten Zahnbürste auf die betroffenen Stellen auf und lasse sie zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Anschließend schrubbst du mit kreisenden Bewegungen und spülst mit klarem Wasser nach. Bei dicken Krusten wiederhole den Vorgang, statt stärker zu schrubben. Zu viel Druck trägt Fugenmaterial ab und schafft neue Angriffsflächen für Schmutz.
Typische Fehler passieren aus Unsicherheit. Viele Mieter streichen die gesamte Wohnung in Weiß, obwohl nur einzelne Räume betroffen wären oder gar keine Pflicht besteht. Das kostet Geld und Zeit, ohne dass es einen Vorteil bringt. Andere wiederum überstreichen Schäden mit billiger Farbe, die nach dem Trocknen fleckig wird, oder streichen über Tapeten, die sich danach ablösen. Wer sich unsicher ist, sollte vor dem Streichen Fotos machen und den Zustand dokumentieren. Das schützt im Streitfall und zeigt, dass die Wohnung nur normal abgenutzt war.
Grundsätzlich gilt: Ohne wirksame Klausel im Vertrag besteht keine Pflicht, beim Auszug zu streichen. Viele Formulierungen in älteren Verträgen sind unwirksam, etwa die pauschale Verpflichtung zu „weißeln bei Auszug" oder starre Fristen wie „alle drei Jahre". Der Bundesgerichtshof hat solche Klauseln wiederholt gekippt, weil sie den Mieter unangemessen benachteiligen. Wer unsicher ist, sollte den Vertrag genau lesen und auf Formulierungen wie „in neutralen, hellen Farben" oder „fachgerecht" achten. Diese sind oft auslegungsbedürftig und nicht automatisch eine Streichpflicht.
Sobald die Erlaubnis steht, geht es an die realistische Zeitplanung. Typische Renovierungen in Mietwohnungen umfassen Streichen, Bodenbelag, kleine Elektroarbeiten und den Austausch von Armaturen. Für eine Zweizimmerwohnung mit etwa sechzig Quadratmetern sind zwei bis drei Wochen realistisch, wenn man nur abends und am Wochenende arbeitet. Wer die Wohnung komplett leer räumt, spart sich das ständige Umstellen von Möbeln, verliert aber Zeit für den Transport. Besser: Raum für Raum arbeiten und Türen mit Folie abkleben, damit Staub nicht in bereits fertige Bereiche zieht.
Typische Fehler sind ein staubiger Untergrund, zu wenig Kleber oder das Verlegen bei zu niedriger Temperatur. Auch wer die Fliesen nur punktuell anklebt, riskiert, dass der Spiegel mitsamt der Fliesen abreißt. Ein weiterer Fehler ist das Verfugen mit starrem Mörtel bei einem beweglichen Untergrund. Wer unsicher ist, sollte zuerst eine einzelne Fliese an einer unauffälligen Stelle kleben und prüfen, wie der Kleber haftet. So lässt sich das Vorgehen testen, bevor die ganze Spiegelfläche entsteht.
Beim Lüften ist Vorsicht geboten. Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten ist besser als dauerhaft gekippte Fenster. Letzteres kühlt die Wandflächen aus und bringt Feuchtigkeit von außen hinein. Nach dem Lüften sollte die Temperatur wieder auf mindestens 18 Grad steigen, bevor der nächste Anstrich erfolgt. Zwischen zwei Anstrichen die angegebene Trockenzeit nicht verkürzen, auch wenn die Oberfläche trocken wirkt. Gerade bei Dispersionsfarben bleibt der Film einige Tage empfindlich.
Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor jedem Bohrloch mindestens zwei verschiedene Stellen, markiert den vermuteten Leitungsverlauf mit Kreide und bohrt erst dann. Bei tiefen Löchern in tragenden Wänden oder Decken lohnt sich ein professionelles Ortungsgerät mit Dokumentationsfunktion. Die Kosten dafür sind gering im Vergleich zu den Schäden, die ein einziger Fehlbohrung verursachen kann.
Welche Methode eignet sich für welche Wand Für Trockenbauwände reicht meist ein einfaches Ortungsgerät, das metallische Befestigungen und Kabel erkennt. Bei Massivwänden aus Beton oder Mauerwerk sind leistungsfähigere Geräte nötig, die auch Kunststoffrohre und tief liegende Leitungen erfassen. Wer häufig bohrt, sollte in ein Modell mit mehreren Sensoren investieren – eines für Metall, eines für spannungsführende Leitungen und optional eines für Kunststoff. Die günstigsten Geräte erkennen oft nur Metall und versagen bei modernen Kunststoffrohren.