Beim Anbringen von Aufsatzsicherungen gilt: Die Fläche muss sauber und trocken sein. Klebebefestigungen halten auf rauem Putz oder hinter Heizkörpern schlecht. Sitzt die Sicherung nicht fest, kann ein Kind sie abhebeln. Auch der Abstand zum Boden ist wichtig: Dosen, die direkt über einer Sitzgelegenheit oder einem Bett liegen, sind besonders gefährlich, weil Kinder von dort aus leicht hineingreifen.
Kindersicherungen für Steckdosen sind kleine Kunststoffeinsätze, die in die Kontakte einer Steckdose gedrückt werden. Sie sollen verhindern, dass kleine Kinder Gegenstände oder Finger in die Buchsen stecken. Notwendig werden sie, sobald ein Kind mobil ist – also etwa ab dem Krabbelalter bis hinein ins Vorschulalter. Denn in dieser Zeit wird alles untersucht, was erreichbar ist, und Steckdosen liegen oft genau auf Augenhöhe am Boden.
Der Bedarf entsteht nicht erst, wenn ein Kind krabbelt. Relevant wird der Schutz, sobald das Kind Gegenstände gezielt in Ö
ffnungen steckt, also meist zwischen dem achten und dem
achtzehnten Lebensmonat. Wer neu baut oder saniert, sollte gleich Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz einbauen. In bestehenden Wohnungen reicht es oft, nur die Dosen in Reichweite des Kindes auszutauschen: im Kinderzimmer, im Wohnzimmer, im Flur und in der Küche. Dosen hinter Schränken oder in einer Höhe über einem Meter sind weniger kritisch, aber ein vollständiger Austausch ist die sauberere Lösung.
Ein oft unterschätzter Punkt ist das Ladegerät am Bett. Handy und Tablet werden über Nacht geladen, das Kabel liegt auf der Matratze oder unter dem Kissen. Wird das Kabel geknickt oder gequetscht, kann der Isolationsmantel beschädigt werden. Laden Sie Geräte außerhalb des Bettes, etwa auf einer Kommode mit Kabelkanal. Prüfen Sie regelmäßig alle sichtbaren Kabel auf Scheuerstellen, Quetschungen und warme Stecker. Ein Stecker, der heiß wird, gehört sofort aus der Dose.
Steckdosen richtig platzieren und absichern Steckdosen gehören nicht in Reichweite von Kleinkindern, also nicht in Bodennähe hinter dem Bett oder unter dem
Wickeltisch. Sinnvoll ist eine Höhe von etwa einem Meter, damit Kabel nicht herunterhängen. Sind Steckdosen bereits tief montiert, helfen Steckdosenschutz-Einsätze mit Drehmechanismus. Diese lassen sich nur mit zwei Fingern gleichzeitig herausziehen und verhindern, dass Kinder Gegenstände in die Kontakte stecken. Ein häufiger Fehler: Schutz-Einsätze werden nur in unbenutzte Steckdosen gesteckt, während daneben ein Ladegerät
Raumteiler ohne Sichtschutz Schutz hängt. Konsequent absichern heißt: jede Steckdose im Kinderzimmer, auch die hinter dem Schrank.
Ein häufiger Fehler ist, nur die offensichtlichen Dosen zu sichern. Übersehen werden oft Mehrfachsteckdosen hinter dem Sofa, Steckdosen in Kinderzimmern auf Kniehöhe oder Verlängerungen unter dem Schreibtisch. Wer wirklich sichert, geht einmal mit einem Kind Blick durch jeden Raum und notiert jede erreichbare Dose. Das dauert wenige Minuten und deckt die Lücken auf.
Ein Kinderzimmer ohne ausreichend Steckdosen wird schnell zum Provisorium. Verlängerungskabel liegen quer über den Boden, Mehrfachstecker hängen lose an der Wand, und irgendwann greift ein Kind danach. Die elektrische Sicherheit beginnt nicht bei teuren Geräten, sondern bei der Planung der Stromversorgung. Wer vor dem Einzug oder vor dem Umbau prüft, wo Lampen, Nachtlicht und Ladegeräte später stehen sollen, spart sich später gefährliche Behelfslösungen.
Typische Fehler: Der Tisch wird nach dem Alter gekauft, nicht nach der Sitzhöhe. Die Neigung wird einmal eingestellt und nie korrigiert. Der Stuhl hat keine verstellbare Sitzfläche, sodass die Füße in der Luft hängen. Und es wird nur die Höhe geprüft, während Tiefe und Neigung unverändert bleiben. All das führt dazu, dass das Kind ausweicht: Es sitzt schief, stützt den Kopf auf die Hand oder rutscht nach vorn.
Mehrfachstecker sind keine Dauerlösung. Wer drei Geräte an eine Leiste hängt und diese wiederum an eine zweite, erzeugt eine Kettenbelastung, die Leitungen überhitzen lässt. Besser ist eine fest installierte Doppelsteckdose pro Wandseite. Verlängerungskabel dürfen nie unter Teppichen oder hinter Heizkörpern verlaufen, weil Wärme nicht abgeführt wird. Kabel, die frei liegen, sollten mit Kabelkanälen an der Wand befestigt werden, nicht mit Klebeband über den Boden gespannt.
Ein weiterer Aspekt ist die Nutzung durch Erwachsene. Ein 70 × 140-Bett ist für einen Erwachsenen ungeeignet, auch als Gästebett. Die Füße hängen heraus, und die Schultern stoßen an. Ein 90 × 200-Bett ist dagegen als Gästebett brauchbar, wenn auch schmal. Wer regelmäßig zu zweit darin schlafen will, braucht mehr Breite. Die Entscheidung sollte also davon abhängen, ob das Bett nur für ein Kind oder auch für Erwachsene gedacht ist. Wer sich unsicher ist, wählt 90 × 200 und spart sich den zweiten Kauf.
Die Entscheidung zwischen einem Bett in 70 × 140 cm und einem in 90 × 200 cm hängt nicht davon ab, was auf dem Etikett steht, sondern davon, wer darin schläft und wie lange. 70 × 140 ist eine typische Übergangsgröße für Kleinkinder, die aus dem Gitterbett herauswachsen. 90 × 200 ist die schmale Erwachsenengröße, die oft als erstes „großes" Bett gekauft wird. Der entscheidende Unterschied liegt in der Nutzungsdauer: Ein 70 × 140-Bett passt einem durchschnittlichen Kind etwa bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr, danach wird es zu kurz und zu schmal. Ein 90 × 200-Bett kann dagegen bis ins Erwachsenenalter genutzt werden, sofern die Person nicht breiter als etwa 80 cm ist und nicht zu unruhig schläft.