Pflanzen brauchen Licht, aber nicht jedes Grün ist sinnvoll. Robust Arten, die mit wenig Licht auskommen, genügen. Wer unbedingt mehr Pflanzenwachstum möchte, sollte zuerst die Wassertemperatur und die Nährstoffe prüfen, nicht einfach die Lampe stärker stellen. Eine unnötig starke Beleuchtung schadet dem Axolotl mehr, als sie den Pflanzen nützt. Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen, Röhren und dichter Bepflanzung sind wichtiger als die Lichtmenge.
Ein häufiger Fehler ist das komplette Aussaugen des Bodengrunds bis auf die Glasfläche. Dadurch werden nitrifizierende Bakterien entfernt, und das Becken kann in eine neue Einfahrphase rutschen. Ein anderer Fehler ist zu starkes Saugen direkt neben den Kiemen oder unter einer Höhle, in der ein Axolotl sitzt. Das Tier wird aufgeschreckt und kann sich verletzen. Ebenso problematisch ist es, Mulm mit einem Kescher aufzuwirbeln, statt ihn abzusaugen. Die Schwebstoffe verteilen sich im ganzen Becken und setzen sich später an anderer Stelle wieder ab. Wer nur optisch sauberes Wasser will, aber den Mulm in den Ecken liegen lässt, schiebt das Problem nur auf.
Die erste Regel lautet: so wenig Licht wie möglich, so viel wie nötig. In den meisten Becken reicht eine schwache, indirekte Beleuchtung für einige Stunden am Tag völlig aus, damit Pflanzen wachsen und man das Tier beobachten kann. Dunkelheit ist kein Fehler, sondern artgerecht. Wer das Aquarium in einem hellen Raum stehen hat, sollte es zusätzlich abschirmen – Tageslicht von der Seite oder von hinten reicht oft schon aus, um den Axolotl zu stören.
Axolotl sind keine Fische, auch wenn sie im Wasser leben. Ihr Körper ist weich, die Haut empfindlich, und sie reagieren auf Berührung oft mit hektischem Zappeln. Wer ein Tier aus dem Becken nehmen muss – etwa für eine Kontrolle, Umsetzung oder medizinische Behandlung – sollte wissen, dass schnelles Greifen das Problem verschärft. Das Ziel ist nicht, den Axolotl zu bändigen, sondern ihn so zu führen, dass er gar nicht erst in Panik gerät.
Die Gesamthärte und der Leitwert sagen, wie viele gelöste Mineralien im Wasser sind. Axolotl vertragen weiches bis mittelhartes Wasser. Ein Leitwert zwischen 200 und 600 Mikrosiemens pro Zentimeter ist üblich. Regenwasser oder vollentsalztes Wasser allein ist ungeeignet, weil ihm Mineralien fehlen. Mische es mit Leitungswasser oder härte es mit Mineralsteinen auf. Achte darauf, dass kein Chlor im Wasser ist. Leitungswasser vor dem Wechsel abstehen lassen oder mit einem Wasseraufbereiter behandeln.
Als absolute Untergrenze für ein einzelnes Tier gilt eine Grundfläche von 100 mal 40 Zentimetern, also ein Standardbecken mit 100 Zentimetern Länge. Das ergibt bei üblicher Höhe rund 150 bis 180 Liter. Diese Größe ist kein Luxus, sondern das Minimum, damit der Axolotl sich umdrehen, schwimmen und seinen Bereich abgrenzen kann. Zwei Tiere benötigen mindestens 120 mal 50 Zentimeter, weil sie sich sonst gegenseitig auf die Kiemen beißen oder an den Gliedmaßen verletzen. Wer drei oder mehr Tiere hält, braucht eine Grundfläche ab etwa 150 mal 60 Zentimetern und muss die Geschlechterverteilung genau kontrollieren.
Beim Absaugen mit einem Schlauch wird nicht der gesamte Boden durchgepflügt. Nur die Bereiche, in denen Mulm deutlich sichtbar liegt, werden punktuell bearbeitet. Den Schlauch hält man leicht schräg, sodass Sand oder Kies nicht mitgerissen wird. Axolotl sind empfindlich gegenüber starken Wasserbewegungen und plötzlichen Veränderungen. Deshalb sollte der Wasserwechsel mit dem Absaugen gekoppelt werden und nicht mehr als etwa ein Drittel des Volumens umfassen. Kaltes, auf die Beckentemperatur angepasstes Wasser nachfüllen, sonst reagieren die Tiere mit Stress oder Häutungsproblemen.
Der Griff, der nicht drückt Wenn es doch mit der Hand sein muss: nie am Schwanz ziehen, nie den Körper quetschen. Der Axolotl wird mit beiden Händen gestützt – eine Hand unter dem Vorderkörper, eine unter dem Hinterkörper. Die Finger bleiben flach, der Druck minimal. Das Tier darf sich nicht winden müssen, um Luft zu holen. Wer unsicher ist, legt den Axolotl auf ein feuchtes Tuch in einer flachen Schale und hebt diese an. Das ist oft die ruhigere Lösung.
Stickstoffwerte, die meisten Probleme entstehen hier Ammonium, Ammoniak, Nitrit und Nitrat bilden den Stickstoffkreislauf. Ammoniak ist schon in geringen Mengen giftig und entsteht aus Ausscheidungen und Futterresten. Nitrit blockiert den Sauerstofftransport im Blut. Beide Werte müssen bei null liegen. Nitrat darf bis etwa 20 Milligramm pro Liter ansteigen, darüber werden Wasserwechsel nötig. Die Filterbakterien bauen Ammoniak zu Nitrit und Nitrit zu Nitrat um. Ein frisch eingefahrenes Becken braucht vier bis sechs Wochen, bis dieser Kreislauf stabil läuft. Wer den Axolotl zu früh einsetzt, riskiert eine Vergiftung.
Zappeln entsteht meist durch falsche Temperatur oder zu viel Licht. Axolotl mögen es kühl, etwa 16 bis 18 Grad. Warme Hände oder Sonneneinstrahlung während des Hochhebens lösen Stress aus. Also: Hände vorher in kaltem Wasser kühlen, im Schatten arbeiten, nicht direkt über dem Becken hantieren. Ein weiterer Fehler ist, das Tier nach dem Hochheben festzuhalten und zu warten. Jede Sekunde in der Luft ist Belastung. Also zügig in den vorbereiteten Behälter setzen, nicht schwenken, nicht drehen.