Nach zwei bis drei Behandlungen sollte die Pflanze weiter beobachtet werden. Neue weiße Klumpen bedeuten, dass die Anwendung nicht gründlich genug war oder der Befall von anderen Pflanzen zurückkam. Prüfen Sie dann alle Pflanzen im Raum. Ein häufiger Fehler ist, nur die auffällige Pflanze zu behandeln und die Ursache zu ignorieren. Wollläuse gedeihen bei warmer, trockener Luft und gedüngten, weichen Trieben. Wer regelmäßig lüftet und nicht überdüngt, beugt einem erneuten Befall vor.
Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben. Das erklärt, warum viele Insektizide wirkungslos bleiben. Sie sitzen bevorzugt auf der Blattunterseite, saugen Zellsaft und hinterlassen feine helle Sprenkel. Bei starkem Befall bilden sie Gespinste, die an Spinnweben erinnern. Wer nur die Blattoberseite behandelt, übersieht den Großteil der Population.
Nach zwei bis drei Wochen sollten Sie den Erfolg messen: Neue Blätter sind heller und weicher als alte, sie erscheinen zuerst an den Triebspitzen. Bleibt der Blattfall länger als vier Wochen bestehen, liegt die Ursache woanders, meist an einem dunklen Standort oder an Wurzelschäden durch Staunässe. Dann hilft nur noch ein kontrollierter Standortwechsel mit gleichbleibender Temperatur und geduldige Beobachtung. Der Ficus ist robust, aber er braucht Zeit, um sich an neue Bedingungen anzupassen. Wer ihm diese Zeit gibt, rettet ihn fast immer.
Unterstützend hilft es, die Pflanzen regelmäßig mit Wasser zu besprühen, besonders die Blattunterseiten. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und erschwert den Spinnmilben die Vermehrung. Entfernen Sie stark befallene Blätter und entsorgen Sie sie im Restmüll, nicht auf dem Kompost. Nach erfolgreicher Bekämpfung kontrollieren Sie noch zwei Wochen weiter, denn aus Eiern können neue Milben schlüpfen. Nur so verhindern Sie einen erneuten Ausbruch.
Schädlinge sitzen selten frei auf dem Blatt. Blattläuse, Spinnmilben, Schildläuse und Wollläuse halten sich bevorzugt an Blattunterseiten, in Blattachseln, an Triebspitzen und in Ritzen der Stängel auf. Genau dort sammelt sich auch der meiste Schmutz. Ein Kontaktmittel, das auf eine staubige oder klebrige Oberfläche trifft, verdunstet, verläuft oder perlt ab, bevor es die Tiere erreicht. Die Behandlung wirkt dann nur teilweise, und der Befall kehrt nach wenigen Tagen zurück.
Ein häufiger Fehler ist, die Abdeckung nur auf die Erde zu legen, ohne den Topfrand einzubeziehen. Katzen springen gezielt an den Rand und scharren von dort aus. Lege den Kies bis über den Rand hinaus, sodass keine Lücke entsteht. Prüfe außerdem regelmäßig, ob die Katze nicht doch eine Stelle gefunden hat, an der sie den Belag entfernen kann. Wenn ja, erhöhe die Schicht oder kombiniere mit einem unangenehmen Geruch, den die Katze meidet – Zitrusduft auf dem Topfrand, nicht in der Erde.
Zur Bestimmung reicht eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung. Klopfen Sie ein verdächtiges Blatt über weißem Papier ab. Fallen rötliche, grünliche oder gelbliche Punkte herunter, die sich langsam bewegen, handelt es sich um Spinnmilben. Bewegen sich die Punkte schnell und sind größer, sind es Raubmilben oder andere Nützlinge. Verwechseln Sie Spinnmilben nicht mit Thripsen: Thripse hinterlassen silbrige, glänzende Fraßspuren und sind langgestreckt.
Die Ausbringung erfolgt am besten abends oder an einem bewölkten Tag. Verteilen Sie die Raubmilben direkt auf den befallenen Blättern, nicht auf dem Substrat. Die Dosierung richtet sich nach dem Befallsgrad: Bei leichtem Befall genügen wenige Tiere pro Pflanze, bei starkem Befall müssen mehr Raubmilben ausgebracht werden. Achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 Prozent liegt und die Temperatur 25 bis 28 Grad nicht überschreitet. Zu trockene Luft tötet die Nützlinge schneller als die Spinnmilben.
Ein häufiger Fehler ist der gleichzeitige Einsatz von Insektiziden und Nützlingen. Die Chemikalien töten die Raubmilben mit. Warten Sie nach einer Spritzung mindestens zwei Wochen, bevor Sie Nützlinge einsetzen. Ein weiterer Fehler: zu späte Reaktion. Spinnmilben vermehren sich explosionsartig. Kontrollieren Sie alle zwei Tage mit der Lupe, ob sich die Population verringert. Zeigen sich nach einer Woche keine Raubmilben mehr, wiederholen Sie die Ausbringung.
Nützlinge gezielt auswählen und einsetzen Gegen Spinnmilben haben sich Raubmilben der Gattung Phytoseiulus persimilis bewährt. Sie fressen alle Entwicklungsstadien der Spinnmilbe, vertragen aber keine Hitze über 30 Grad und keine niedrige Luftfeuchtigkeit. Für trockene, warme Bedingungen eignen sich Amblyseius californicus oder Amblyseius andersoni. Diese Raubmilben überleben länger ohne Beute und suchen Spinnmilben auch in Gespinsten. Setzen Sie die Nützlinge erst ein, wenn die Spinnmilben eindeutig identifiziert sind.
Weiße, watteartige Klumpen in den Blattachseln und an den Triebspitzen sind ein sicheres Zeichen für Wollläuse. Anders als Blattläuse sitzen sie fest und bewegen sich kaum. Sie saugen Pflanzensaft, geben ihn teilweise als klebrigen Honigtau wieder ab und schwächen die Pflanze über Wochen. Wer nur die sichtbaren Tiere entfernt, übersieht meist die Eier, die versteckt in Ritzen und unter Blättern liegen. Genau darin liegt der häufigste Fehler bei der Bekämpfung.