Wände sind selten so massiv, wie sie wirken. Trockenbauwände lassen sich oft um wenige Zentimeter aufdoppeln, ohne dass der Raum enger wirkt. Zwischen zwei Ständerwerken entsteht eine Nische von zehn bis zwanzig Zentimetern Tiefe. Diese reicht für Regale, Schuhfächer oder Aktenordner. Wichtig: Vor dem Aufdoppeln prüfen, ob Leitungen oder Heizungsrohre
Beleuchtung im Wohnzimmer Weg sind. Wer ohne diese Prüfung arbeitet, bohrt später in ein Wasserrohr.
Stoffreste auswählen und vorbereiten Für einen Sessel braucht es mehr Stoff, als man auf den ersten Blick annimmt. Rücken, Sitz, Armlehnen und die
Innenseiten der Lehnen ergeben zusammen schnell mehrere Quadratmeter. Stoffreste müssen daher groß genug sein oder sich zu größeren Flächen zusammensetzen lassen. Alle Reste vor dem Zuschnitt waschen, auch wenn sie sauber wirken: Baumwolle und Leinen laufen unterschiedlich ein, Mischgewebe verziehen sich. Nach dem Waschen bügeln und nach Farbe, Struktur und Dehnbarkeit sortieren. Dehnbare Stoffe wie Jersey gehören nicht an Stellen, die stark beansprucht werden, denn sie leiern schnell aus.
Typische Fehler: zu knapp zuschneiden, Nahtzugaben vergessen, verschiedene Stoffqualitäten unkontrolliert
mischen. Ein weiterer Fehler ist, den Bezug in einem Stück zu nähen, obwohl der Sessel nur in Einzelteilen bespannt werden kann. Besser ist es, in der Reihenfolge des alten Bezugs zu arbeiten: zuerst Sitzfläche, dann Rücken, dann Armlehnen. Jedes Teil vor dem Zusammennähen an den Sessel stecken und die Passform prüfen.
Der Austausch ist die sauberste Lösung, wenn das Türblatt verzogen, das Maß nicht mehr passend oder die Konstruktion beschädigt ist. Vor dem Kauf werden Breite, Höhe und Dicke des Blatts sowie die Lage der Bänder und des Schlosses gemessen. Nicht nur das Blatt, auch der Rahmen kann das Problem sein: Ein schief eingebauter Rahmen lässt sich mit keiner Oberflächenbehandlung
richten.
Beim Einbau ist darauf zu achten, dass die Tür nicht auf dem Boden schleift und das Schloss ohne Gewalt greift. Wer die alte Tür behält, sollte prüfen, ob nur die Oberfläche leidet oder ob die Substanz bereits aufgequollen ist.
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Streichen Sie mindestens drei großzügige Probeflächen an verschiedenen Wänden – nicht nebeneinander, sondern an der Nordwand, an der Ostwand und in einer Raumecke. Warten Sie zwei Tage und betrachten Sie die Flächen morgens, mittags und abends. Gedeckte Farben verändern sich im Nordlicht stärker als kräftige Töne. Achten Sie darauf, ob der Ton bei trübem Wetter grünlich oder gräulich kippt. Wenn ja, ist der Unterton zu kalt für diesen Raum.
Beim Nähen eine stabile Nadel verwenden, die zum Stoff passt.
Polsterstoffe verlangen eine kräftige Nadel, feine Stoffe eine dünne. Die Nahtzugaben nach dem Nähen auseinanderbügeln oder versäubern, damit nichts ausfransst. Beim Aufziehen den Stoff gleichmäßig spannen, aber nicht überdehnen. Zu stramm gezogen reißt der Bezug an den Nähten, zu locker entstehen Falten. Wer sich unsicher ist, heftet den Bezug zuerst mit langen Stichen und probiert ihn auf dem Sessel aus.
Zum Schluss: Die Absicherung über den Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA ist im Bad Standard und muss vor der Montage geprüft werden. Wer unsicher ist, ob die vorhandene Installation den Anforderungen entspricht, zieht eine Elektrofachkraft hinzu. Die reine Montage der Leuchten kann später selbst erfolgen, aber die
Zuleitung und der Anschluss an das Netz gehören in fachkundige Hände.
Die Schutzart allein sagt nichts über die Lichtwirkung. Für die Grundhelligkeit im Bad sind 300 bis 500 Lux sinnvoll, gemessen auf Arbeitshöhe. Ein einzelner Deckenstrahler erzeugt harte Schatten im Gesicht, besonders beim Rasieren oder Schminken. Besser sind mehrere kleinere Leuchten mit breiter Abstrahlung, kombiniert mit einer gerichteten Lichtquelle am Spiegel. Diese sollte seitlich oder von oben leicht versetzt angebracht werden, damit das Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet wird und keine Schatten unter den Augen entstehen. Ein weiterer häufiger Fehler: die Leuchte direkt über dem Spiegel. Sie blendet und wirft das Licht nach unten, sodass der obere Gesichtsbereich dunkel bleibt.
Der alte Bezug dient als Muster. Vorsichtig auftrennen, nicht abschneiden, sonst gehen die Nahtzugaben verloren. Die Einzelteile auf Bügelpapier legen, mit Kreide nachzeichnen und die Nahtzugaben ergänzen. Wer keinen alten Bezug hat, steckt den Sessel großzügig mit Stecknadeln ab und überträgt die Form direkt auf den Stoff. Bei gemusterten Resten darauf achten, dass die Muster an den Nähten zusammenpassen, sonst wirkt der Bezug unruhig.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe richtig wählen Im Bad wirkt warmweißes Licht mit 2700 bis 3000 Kelvin angenehm, besonders am Morgen und am Abend. Für den Spiegelbereich sind 3500 bis 4000 Kelvin praktisch, weil dann Kontraste und Hauttöne klarer erkennbar sind. Ein entscheidender Wert ist der Farbwiedergabeindex Ra: Er sollte über 90 liegen, sonst wirken Make-up und Kleidung im Bad anders als im Tageslicht. Wer sich morgens schminkt und das Ergebnis später im Büro als zu blass oder zu kräftig empfindet, hat meist eine Leuchte mit niedrigem Ra im Bad.