Ein häufiger Fehler ist zu viel Druck. Wer fest aufdrückt, erzeugt Hitze, die Farbe verschmiert, statt abgetragen zu werden. Das Schleifmittel setzt sich zu, und der Untergrund bekommt Riefen. Besser ist es, das Werkzeug arbeiten zu lassen und in gleichmäßigen Bahnen zu führen. Bei Holz ist zudem die Faserrichtung entscheidend. Quer zur Faser geschliffen, bleiben tiefe Kratzer zurück, die sich später kaum verstecken lassen. Ein weiterer Stolperstein: das Überspringen von Zwischenschliffen. Wer direkt mit grober Körnung beginnt und dann aufhört, darf sich über raue Oberflächen nicht wundern. Der Wechsel zu feineren Körnungen gehört zwingend dazu.
Ein häufiger Fehler ist das Absaugen in einem Zug über die gesamte Beckenlänge. Dabei wird der Schlauch immer länger und schwerer, der Zug auf die Düse steigt, und am Ende reißt sie Pflanzen mit. Besser ist es, in Abschnitten zu arbeiten: ein Bereich, dann Düse absetzen, Schlauch nachlegen, weiter. Zwischen den Abschnitten wird der Sog kurz unterbrochen, damit aufgewirbelter Mulm sich setzen kann und nicht in die Kiemen der Fische gerät. Wer ohne Unterbrechung durchsaugt, verteilt den Mulm oft mehr, als er entfernt.
Verstecke, die nicht nur Löcher sind Ein Versteck ist erst dann eines, wenn es die Sichtlinie vollständig unterbricht. Eine halbierte Kokosnussschale mitten im freien Wasser nützt wenig. Besser sind Höhlen, die mit dem Eingang schräg zur Beckenrückwand zeigen, dazu Wurzelstücke, die vom Boden bis knapp unter die Wasseroberfläche reichen. Diese senkrechten Strukturen trennen Reviere wirksamer als flache Steine. Tonröhren sollten einen Durchmesser haben, der dem Fisch ein Durchschwimmen ohne Körperkontakt erlaubt, sonst bleibt die Röhre ungenutzt.
Winkel und Bewegung: seitlich führen statt nach oben reiß
Welche Werkzeuge für welche Fläche? Für flache Holzflächen eignet sich ein Exzenterschleifer mit grober Körnung. Bei Profilen und Ecken kommen Handschleifklötze, Ziehklingen oder kleine Drahtbürsten zum Einsatz. Metallteile lassen sich mit der Topfbürste auf der Flex bearbeiten, sofern die Drehzahl niedrig genug ist, um das Material nicht zu überhitzen. Stein oder Beton verträgt Sandstrahlen, aber nur mit passendem Strahlmittel und Schutzausrüstung. Ganz wichtig: Bei allen Tätigkeiten entsteht Staub. Eine Absaugung oder zumindest eine Atemmaske ist Pflicht, ebenso eine Schutzbrille. Wer auf diese Ausrüstung verzichtet, riskiert nicht nur Gesundheitsschäden, sondern auch ein unsauberes Ergebnis, weil der Staub die Sicht auf den Fortschritt nimmt.
Die Beckengröße ist also nicht die Zahl, die im Laden genannt wird, sondern das Ergebnis aus Grundfläche, Struktur und Anzahl der Sichtbarrieren. Ein durchdachtes 80-Zentimeter-Becken mit drei Höhlen, zwei Wurzeln und einer Schwimmpflanzendecke beherbergt mehr Zwergbuntbarsche stressfrei als ein leeres 120-Zentimeter-Becken mit einer einzigen Höhle.
Beim Einrichten hilft es, den Bodengrund vor dem Einsetzen der Fische in Abschnitte zu teilen. Grober Sand in einer Hälfte, feiner Sand mit Laub in der anderen, dazwischen eine Wurzel als Grenze. Diese Aufteilung wird von den Tieren angenommen, bevor sie sich aneinander gewöhnen müssen. Neue Tiere setzt man zuerst in abgedunkelter Umgebung ein und lässt sie zwei bis drei Tage ohne Fütterung eingewöhnen. Wer sofort füttert und das Licht voll aufdreht, provoziert Rangkämpfe, die bei unklarer Revierlage länger dauern als nötig.
Nach dem Abtragen bleibt oft eine staubige Schicht zurück. Diese muss vollständig entfernt werden, sonst haftet der neue Anstrich schlecht. Ein feuchter Lappen oder ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz leisten gute Dienste. Bei Holz empfiehlt sich anschließend ein leichtes Anfeuchten, um aufgestellte Fasern zu erkennen und nochmals glatt zu schleifen. Wer diese Nacharbeit auslässt, sieht jede Unebenheit später im Streiflicht. Grundsätzlich gilt: Mechanische Entfernung ist körperlich anstrengend und zeitaufwendig, aber sie hinterlässt eine saubere, chemiefreie Oberfläche. Wer die Grenzen des Verfahrens kennt und die richtigen Werkzeuge nutzt, spart sich Ärger und Nachbesserungen.
Typische Fehler: zu wenige Verstecke bei zu vielen Tieren, glatte Bodengrundflächen ohne Laub oder Mulm und eine Beleuchtung, die das gesamte Becken gleichmäßig ausleuchtet. Zwergbuntbarsche meiden helle, offene Zonen. Ein Bereich mit schwachem Licht unter einer Schwimmpflanzendecke wird deutlich häufiger angenommen als eine komplett ausgeleuchtete Fläche. Auch die Strömung wird oft unterschätzt: Ein starker Auslass auf der einen Seite und ein ruhiger Bereich auf der anderen schaffen erst die Voraussetzung dafür, dass Reviere überhaupt entstehen können.
Für ein Paar der kleineren Arten reicht eine Kantenlänge von 60 bis 80 Zentimetern, sofern die Tiefe mindestens 35 bis 40 Zentimeter beträgt. Bei 80 Zentimetern Länge lassen sich zwei Paare unterbringen, wenn der Bodengrund durch Wurzeln, Steine und dichte Bepflanzung in klar getrennte Zonen gegliedert ist. Ein 100-Zentimeter-Becken bietet Platz für drei Paare oder eine kleine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Wer mehr Tiere einsetzt, ohne die Struktur zu ändern, erzeugt Dauerstress, der sich in versteckten Tieren, Laichverlust und Krankheitsanfälligkeit zeigt.