Ein Vorhang wirkt als Absorber nur, wenn er in Falten hängt. Glatt an die Wand gespannte Stoffbahnen reflektieren den Schall wie eine Tapete. Die Stoffbahn sollte mindestens das Anderthalbfache der Fensterbreite messen, besser das Doppelte, damit sich weiche Wellen bilden. Schwere, dicht gewebte Stoffe wie Wolle, Chenille oder mehrlagige Verdunkelungsstoffe schlucken tiefer Frequenzen besser als leichte Synthetikfasern. Der Abstand zur Wand oder zum Fenster sollte mindestens zehn Zentimeter betragen – je größer der Luftspalt, desto besser die Absorption im tiefen Bereich.
Massivholz verzeiht Kratzer eher als Laminat, weil sich kleine Macken abschleifen lassen. Es reagiert aber auf Feuchtigkeit mit Quellen und Schwinden. Eine Holzplatte arbeitet, das heißt, sie ändert ihre Breite je nach Luftfeuchte. Wird sie fest zwischen zwei Wänden eingeklemmt, entstehen Risse oder Verformungen. Deshalb braucht Holz an beiden Enden eine Bewegungsfuge. Zudem sollte die Unterseite genauso behandelt werden wie die Oberseite, sonst wölbt sich die Platte. Öl oder Wachs schützen vor Wasser, müssen aber regelmäßig nachgezogen werden – bei einer Küchenplatte bedeutet das je nach Nutzung alle paar Monate.
Bevor die erste Fliese liegt, muss der Untergrund gründlich vorbereitet werden. Saugen und wische den Boden, damit kein Staub oder Sand die Haftung stört. Unebenheiten bis etwa zwei Millimeter lassen sich meist tolerieren, größere Höhenunterschiede führen zu sichtbaren Kanten und schnellerem Verschleiß. Bei Hartholz oder Fliesen kann eine dünne Antirutschmatte unterlegt werden, um ein Verrutschen zu reduzieren. Achte darauf, dass die Fliesen vor dem Verlegen mindestens einen Tag im Raum liegen, damit sie sich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen.
Flur- und Treppenhausgerüche sind selten ein Problem der eigenen Wohnung. Sie entstehen meist im Erdgeschoss, im Keller oder in der Müllkammer und steigen über Spalten, Fugen und Schächte nach oben. Bevor du also irgendwo in deiner Wohnung nach der Ursache suchst, verschaffe dir einen Überblick: Wo liegt der Flur im Verhältnis zu deinen Räumen, wo verlaufen Schächte, und an welchen Stellen zieht es spürbar? Ein Blatt Toilettenpapier, vor eine Türritze gehalten, zeigt die Strömungsrichtung zuverlässig an. Erst danach wird abgedichtet, nicht vorher.
So legst du die Fliesen richtig aus Beginne in einer Ecke oder an einer geraden Wand und arbeite dich in Reihen vor. Die meisten Teppichfliesen haben eine Laufrichtung, die durch die Textur oder den Flor sichtbar wird. Lege alle Fliesen in dieselbe Richtung, sonst entstehen unschöne Farb- und Schattenwechsel. Drücke die Fliesen nur leicht an, nicht festklopfen. Die Verbindung entsteht über die haftenden Kanten oder Klettstreifen auf der Rückseite. Bei selbstklebenden Varianten die Schutzfolie erst unmittelbar vor dem Auflegen abziehen. Lass an den Wänden einen kleinen Spalt von wenigen Millimetern, damit sich der Boden bei Wärme ausdehnen kann.
Ein häufiger Fehler ist das Verlegen auf feuchtem Estrich. Restfeuchtigkeit kann den Kleber oder die Haftfläche zerstören und Schimmel begünstigen. Prüfe die Feuchtigkeit mit einem geeigneten Messgerät oder frage bei der Hausverwaltung nach. Ein weiterer typischer Fehler: die Fliesen ohne Randabstand bis an die Wand schieben. Dadurch wellt sich der Belag oder die Kanten stehen hoch. Wer Fliesen nur teilweise austauschen will, sollte immer Reserveexemplare aus derselben Charge zurücklegen, denn spätere Nachlieferungen können farblich abweichen.
Teppichfliesen ohne Kleber zu verlegen ist eine praktische Lösung für Mietwohnungen, Büros oder Räume, die sich schnell verändern sollen. Der größte Vorteil: Die Fliesen lassen sich jederzeit wieder aufnehmen, austauschen oder mitnehmen. Voraussetzung ist ein fester, trockener und ebener Untergrund. Auf schwimmend verlegten Böden, Teppichböden oder stark strukturierten Oberflächen halten die Fliesen dagegen nicht zuverlässig. Prüfe vor dem Kauf, ob der Hersteller die lose Verlegung ausdrücklich erlaubt – manche Produkte sind nur für die fixierte Verlegung geeignet.
Ein zweiter Weg für Gerüche ist der eigene Abfluss. Wenn der Flur riecht, aber die Wohnung nicht, liegt es meist außerhalb. Doch Siphons in Küche und Bad können austrocknen, wenn sie selten genutzt werden. Fülle sie regelmäßig mit Wasser nach. Bei Böden mit alten Dielen oder Fliesen ohne Fugenfüllung kann Geruch aus dem Untergrund aufsteigen. Eine Versiegelung der Fugen ist dann wirksamer als jede Dichtung an der Tür. Prüfe außerdem, ob der Geruch über den Lüftungsschacht im Bad kommt – dort sitzt oft keine Rückstauklappe.

Das Wechseln einzelner Fliesen ist der eigentliche Vorteil dieser Verlegeart. Hebe die beschädigte Fliese an einer Ecke mit einem flachen Spachtel oder einem Kunststoffkeil an. Ziehe sie vorsichtig heraus, ohne die Nachbarfliesen zu verschieben. Reinige die freie Stelle, entferne Staub und lose Fasern. Setze die neue Fliese in gleicher Laufrichtung ein und drücke sie an den Kanten fest. Bei starker Beanspruchung kann ein doppelseitiges Teppichband an den Rändern helfen, ohne den Boden dauerhaft zu verkleben.