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Ein häufiger Fehler ist, die Nadel erst zu wechseln, wenn sie abbricht. Eine Nadel nutzt sich ab: Die Spitze wird stumpf, das Öhr rau, die Beschichtung verschwindet. Nach etwa acht bis zehn Betriebsstunden sollte eine neue Nadel in die Maschine, bei festen Stoffen früher. Ein weiterer Fehler ist das Einsetzen in falscher Richtung oder ohne die Nadel ganz in den Schaft zu schieben. Dann sitzt sie zu tief oder zu hoch, die Fadenführung greift nicht, und der Faden reißt direkt am Öhr.

Für enganliegende Ärmel ist dieses Maß kritischer als bei weiten Schnitten. Ein Ärmel, der eng anliegt, hat kaum Reserve. Ist das Armloch nur einen Zentimeter zu tief, zieht der Ärmel nach unten und reißt an der Schulter. Ist es zu hoch, drückt die Naht in die Achsel, sobald der Arm gehoben wird. Deshalb lohnt es sich, das Maß zweimal zu nehmen und beide Werte zu vergleichen. Weichen sie um mehr als einen halben Zentimeter ab, wurde unterschiedlich gemessen.

Warum die Schulterbreite das Armloch mitbestimmt Die Armlochtiefe steht nie allein. Sie hängt direkt mit der Schulterbreite zusammen. Ein breiterer Rücken braucht ein anderes Armloch als ein schmaler, selbst bei gleicher Körpergröße. Wird nur die Tiefe gemessen und die Schulterbreite ignoriert, sitzt der Ärmel seitlich falsch. Typischer Fehler: Man übernimmt die Tiefe aus einem Schnittmuster, ohne die eigene Schulterbreite zu prüfen. Der Ärmel sitzt dann an der Schulterkugel zu weit außen und wirft Falten.

Ein zweiter häufiger Fehler ist das Messen über Kleidung. Ein enganliegender Ärmel wird meist zu einem Shirt oder Kleid getragen, das dünn ist. Wer über einem Pullover misst, erhält ein zu großes Maß und wundert sich später über einen schlabbrigen Sitz. Gemessen wird auf einem dünnen Shirt oder direkt auf der Haut, je nachdem, wie das spätere Kleidungsstück getragen wird.

Die Armlochtiefe entscheidet darüber, ob ein enganliegender Ärmel sitzt oder spannt. Sie wird nicht am fertigen Kleidungsstück abgenommen, sondern am Körper der Person, für die genäht wird. Gemessen wird vom höchsten Punkt der Schulternaht am Halsansatz senkrecht nach unten bis zur Achselhöhle. Das Maßband liegt dabei flach an, ohne in die Achsel zu drücken. Wer hier zu locker misst, bekommt später einen zu tiefen Armausschnitt; wer zu stramm zieht, einen zu hohen, der einschneidet.

Die Naht am Tunnelzug richtig setz

Die richtige Technik für gleichmäßige Falten Der Stoff wird entlang der zweiten Markierung gefaltet, sodass die linke Seite innen liegt. Die Falte läuft genau auf der ersten Linie. Nun wird knapp neben der Kante gesteppt, etwa zwei bis drei Millimeter vom Bruch entfernt. Ein schmaler Nähfuß oder ein Kantenlineal hilft, den Abstand konstant zu halten. Wer zu weit von der Kante näht, bekommt flache Biesen; wer zu nah herangeht, riskiert, dass der Stoff ausfranst oder die Naht beim Bügeln bricht.

Vor jedem Projekt also zwei Handgriffe: Nadel passend zu Stoff und Faden wählen, und die alte Nadel gegen eine neue tauschen. Wer Jersey, Denim und Seide in derselben Woche näht, braucht drei verschiedene Nadeln, nicht eine. Das kostet wenig Zeit und spart das Ärgernis, eine fertige Naht wieder auftrennen zu müssen.

Bei enganliegenden Ärmeln empfiehlt sich eine Anprobe vor dem endgültigen Zuschnitt. Das Armloch wird geheftet, der Ärmel eingesetzt und der Arm mehrfach gehoben und gesenkt. Erst wenn nichts spannt und nichts drückt, wird die Naht endgültig vernäht. Wer diesen Schritt überspringt, trennt später auf – und das ist bei engen Nähten deutlich mühsamer als eine kurze Anprobe vorher.

Der wichtigste Hebel gegen Wellen ist die Stichlänge. Bei Rundungen sollte die Stichlänge auf etwa 2 bis 2,5 Millimeter eingestellt werden, nicht kürzer. Zu kurze Stiche ziehen den Stoff zusammen und lassen ihn wellen. Der Nähfußdruck muss reduziert werden, sonst wird der Stoff gegen die Stichplatte gepresst und dehnt sich. Beim Nähen wird der Stoff nicht gezogen, sondern nur leicht geführt. Die Finger liegen flach auf dem Stoff, ohne ihn nach vorne zu schieben. Wer die Rundung in kleinen Abschnitten näht und zwischendurch die Nadel im Stoff stecken lässt, behält die Kontrolle.

Beim Übertragen auf das Schnittmuster wird die Tiefe an der Seitennaht abgetragen, nicht an der Schulternaht. Der Punkt liegt auf der Linie, die vom Halsansatz nach unten führt, und wird rechtwinklig zur Seitennaht markiert. Wer hier schräg zeichnet, verzieht das ganze Armloch. Ein Kontrollmaß hilft: Der Umfang des Armlochs muss zum Umfang der Ärmelkugel passen, sonst lässt sich der Ärmel nicht sauber einsetzen.

Biesen sind schmale, erhabene Falten, die in eine glatte Stofffläche eingenäht werden. Sie strukturieren Hemden, Kleider und Kissenbezüge und wirken nur dann sauber, wenn die Breite exakt gleich bleibt. Der häufigste Fehler liegt nicht in der Nähmaschine, sondern in der Vorbereitung: Wer die Biese direkt unter die Nadel schiebt, ohne sie vorher zu markieren, produziert unweigerlich Wellen und unterschiedlich breite Streifen.
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