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imageZunächst muss klar sein, was tatsächlich beschädigt ist. Bei Rigips unterscheidet man drei Fälle: kleine Löcher bis etwa fünf Millimeter, größere Bohrlöcher mit beschädigter Pappschicht und Risse, die oft an den Stößen der Platten verlaufen. Jeder Fall verlangt ein anderes Vorgehen. Ein wichtiger Punkt: Vor jeder Reparatur lose Gipskrümel und Staub entfernen, sonst hält kein Spachtel. Ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz reicht dafür völlig.

Schimmel in einer Altbauwand ist selten ein reines Oberflächenproblem. Die Ursache liegt fast immer in der Baukonstruktion: massive Ziegelwände, fehlende Horizontalsperren, alte Kalkputze und undichte Fugen sorgen dafür, dass Feuchtigkeit von außen oder aus dem Erdreich in die Wand zieht. Wird nur der sichtbare Belag entfernt, kommt der Schimmel innerhalb weniger Monate zurück. Wer dauerhaft Ruhe will, muss zuerst klären, woher das Wasser stammt.

Spiegel richtig einsetzen, statt nur aufhäng

Rigipswände in Mietwohnungen sind dünn, empfindlich und verzeihen keine groben Reparaturversuche. Wer Dübellöcher, Risse oder abgeplatzte Stellen einfach mit Fertigspachtel zuschmiert, sieht nach dem Streichen jede Unebenheit. Wer dagegen systematisch vorgeht, repariert die Wand so, dass der Vermieter bei der Übergabe nichts zu beanstanden hat — und das ohne die gesamte Wand neu zu verputzen.

Drehtüren brauchen einen freien Halbkreis, dessen Radius der Türbreite entspricht. Bei einer 80 cm breiten Tür bleiben also rund 80 cm Bodenfläche davor dauerhaft ungenutzt. Schiebetüren laufen parallel zur Wand und geben diese Fläche vollständig frei. Das ist der eigentliche Gewinn: nicht die Tür selbst spart Platz, sondern der Bereich, den sie nicht mehr blockiert.

Die richtige Wandbefestigung entscheidet über die Haltbarke

Dauerhaft schimmelfrei bleibt eine Altbauwand nur, wenn drei Dinge zusammenkommen: die Ursache der Feuchtigkeit ist beseitigt, die Wand ist mit einem geeigneten Sanierputz aufgebaut, und das Raumklima wird aktiv kontrolliert. Wer nur den sichtbaren Schimmel entfernt, wird ihn wieder sehen.

Sanierung der Wand statt Bekämpfung des Belags Bei oberflächlichem Schimmelbefall reicht es, den Belag mit einem geeigneten Reinigungsmittel zu entfernen und die Fläche anschließend gut trocknen zu lassen. Bei durchfeuchtetem Mauerwerk ist das jedoch wirkungslos. Hier muss die Wand saniert werden: Der alte, mit Schimmel belastete Putz wird großflächig abgeschlagen, das Mauerwerk wird trockengelegt, und anschließend wird ein Sanierputz aufgebracht. Sanierputze sind porös und wasserabweisend zugleich; sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab, ohne dass der Untergrund durchfeuchtet. Wichtig ist, den Putz nicht zu glätten oder zu streichen, weil das die Poren verschließt.

Kleiderschränke: Nischen nutzen statt Türen opfern In Nischen und unter Dachschrägen sind Schiebetüren besonders sinnvoll, weil der Platz ohnehin begrenzt ist. Ein Schrank mit zwei Schiebetüren benötigt keine Aussparung nach vorn. Wichtig ist, die lichte Tiefe des Korpus zu prüfen: Bei Schiebetüren laufen die Türblätter vor der Korpusfront, sodass der Schrank insgesamt tiefer wird. Wer nur 60 cm zur Verfügung hat, sollte den Korpus auf 45 bis 50 cm reduzieren, sonst steht die Tür in den Raum. Ein weiteres Problem sind die Laufschienen am Boden: Sie sammeln Staub und lassen sich schwer reinigen. Besser sind oben laufende Systeme mit einer Bodenführung, die nur als kleiner Stift ausgeführt ist.

Für Raumteiler eignet sich ein Schiebesystem mit zwei oder drei Paneelen, das an einer Decken- oder Wandschiene hängt. Die Schiene muss stabil genug sein, um das Gewicht der Elemente zu tragen; bei größeren Höhen sind zwei Aufhängepunkte pro Laufwagen nötig. Ein häufiger Fehler ist eine zu kurze Schiene: Sie sollte mindestens die doppelte Öffnungsbreite messen, damit die Paneele vollständig zur Seite geschoben werden können. Wer die Schiene direkt an eine Rigipsdecke schraubt, riskiert Risse, wenn kein geeigneter Dübel verwendet wird. Besser ist eine Montageschiene, die über mehrere Deckenbalken oder eine Traglatte verschraubt wird.

Nach der Trockenlegung entscheidet das Raumklima über den dauerhaften Erfolg. Altbauten brauchen regelmäßiges Lüften mit weit geöffneten Fenstern für kurze Zeit, mehrmals am Tag. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen die Wandflächen aus und begünstigen Kondensation. Möbel sollten einige Zentimeter Abstand zur Außenwand haben, damit Luft zirkulieren kann. Heizen allein reicht nicht, wenn die Feuchtigkeit nicht abgeführt wird.

Häufige Fehler sind das Überstreichen mit normaler Dispersionsfarbe, das Abdichten mit Sperrputz oder das Aufbringen von Fliesen. Alle drei verschließen die Wand, stauen die Feuchtigkeit und verlagern den Schimmel tiefer in das Mauerwerk oder in angrenzende Bauteile. Ebenso problematisch ist der Einbau einer Fußbodenheizung in eine feuchte Altbauwand, ohne vorher die Ursache zu beseitigen. Wer die Feuchtigkeit nur versteckt, saniert nicht, sondern verschiebt das Problem.
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