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Die Montage erfolgt mit Schrauben und Dübeln oder bei festem Untergrund mit geeigneten Klebern. Vor dem Bohren prüfen, wo Kabel und Rohre verlaufen – im Altbau oft nicht dort, wo man sie vermutet. Leisten nicht press an den Boden drücken, sonst quietschen sie beim Begehen. Ein Abstand von ein bis zwei Millimetern zur Bodenkante verhindert Scheuern und lässt sich mit Acryl kaschieren. Stoßfugen und Wandanschlüsse mit dauerelastischem Acryl schließen, nicht mit starrem Silikon. Acryl lässt sich überstreichen, Silikon nicht.

Die Duschwanne ist der größte Einzelposten im kleinen Bad. Wählen Sie ein Modell mit geringer Aufbauhöhe, wenn der Abfluss nicht verlegt werden kann. Bei Altbauten liegt der Abfluss oft mittig oder seitlich versetzt; eine Wanne mit passendem Ablaufrand erspart das Stemmen des Estrichs. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Ablauf an der Wand oder im Boden sitzt. Ein häufiger Fehler: Die Wanne wird nach Optik gekauft, der Ablauf passt nicht, und die gesamte Installation verzögert sich um Wochen. Achten Sie außerdem auf die Tragfähigkeit des Untergrunds. Auf Holzdielen braucht jede Wanne ein stabiles Auflager, sonst entstehen Risse in der Fuge.

Kanten und Anschlüsse sind die Schwachstellen. An Dusche und Wanne keine Farbe auf Silikon oder Acryl auftragen – sie haftet dort nicht und reißt bei Bewegung. Stattdessen bis zur Fuge streichen und die Fuge nach dem Trocknen neu ziehen. Bei Fliesen als Untergrund eine spezielle Haftgrundierung verwenden, die auch auf Glas greift. Fensterlaibungen, Rohrdurchführungen und Heizkörperanschlüsse vorher abkleben. Kreppband nicht zu lange kleben lassen, sonst zieht es Farbe oder Untergrund mit ab.

Zugluft an Fenstern im Altbau ist selten ein Zeichen für ein kaputtes Fenster. Meistens ist die Dichtung hart geworden, hat sich zusammengezogen oder fehlt an einer Stelle. Bevor neue Fenster in Betracht gezogen werden, lohnt sich eine genauere Prüfung. Eine einfache Fensterdichtung kostet wenig Zeit und lässt sich ohne Fachbetrieb anbringen. Der Effekt auf den Heizbedarf ist oft deutlich spürbar, weil warme Raumluft nicht mehr direkt nach außen entweicht.

Die Tiefe entscheidet, nicht die Breite Die Schranktiefe wird oft als gegeben hingenommen, dabei ist sie der kritische Wert. Bei 55 cm Innenmaß passen Kleiderbügel in Längsrichtung, aber ein zweiter Bügel daneben wird zum Ärgernis. Für zwei Personen empfiehlt sich eine Innentiefe von mindestens 60 cm, wenn Kleidung längs hängt. Wird quer gehängt, reichen 40 cm, dafür geht seitlich viel Platz verloren. Ein häufiger Fehler: Man plant die Breite großzügig und stellt dann fest, dass die Türen beim Herausziehen eines Auszugs gegen die gegenüberliegende Wand stoßen.

Bei zwei Personen ist die Zuordnung wichtiger als die Menge. Feste Zonen pro Person verhindern, dass ein Bereich langsam überquillt. Bewährt hat sich eine vertikale Trennung: links lange Kleidung, rechts kurze, dazwischen ein schmales Fach für Accessoires. Wer die Stange auf halber Höhe teilt, muss beachten, dass die obere Person beim Herausnehmen den unteren Bereich nicht mitreißt. Ein Abstand von 10 cm zwischen zwei Stangenebenen verhindert das. Häufig wird vergessen, dass Kleiderbügel unterschiedlich dick sind: Holzbügel brauchen mehr Raum als Drahtbügel, was bei zwei Personen schnell 15 cm ausmacht.

Vor dem Kauf oder Umbau werden zwei Werte erfasst: die längste Kleiderlänge pro Person (von Schulter bis Saum) und die lichte Innenhöhe des Schranks. Daraus ergibt sich, ob eine durchgehende Stange, zwei versetzte Stangen oder eine Kombination aus Stange und Auszug sinnvoll ist. Ein langer Mantel braucht rund 150 cm Höhe, ein Hemd etwa 100 cm, eine gefaltete Hose im Auszug 30 bis 40 cm. Die Summe dieser Zonen muss in den Korpus passen, sonst hängt unten etwas auf dem Boden.

Ein häufiger Fehler ist die Position des Duschkopfs. Ein zu hoch oder schräg montierter Kopf wirft das Wasser gegen die Wand statt nach unten. Ein verstellbarer Duschkopf mit Neigungsfunktion kostet wenig und reduziert Spritzer deutlich. Auch der Wasserdruck spielt eine Rolle: Ein zu starker Strahl spritzt mehr. Ein Druckminderer am Duschschlauch ist einfach nachzurüsten.

Feuchtraumfarbe richtig auswählen Im Bad reicht normale Innenwandfarbe nicht. Feuchtraumfarbe enthält Bindemittel, die Wasserdampf langsamer durchlassen und Schimmelbildung bremsen. Entscheidend ist der Glanzgrad: matte Farbe wirkt ruhig, nimmt aber Schmutz auf; seidenmatte oder halbglänzende Farbe lässt sich abwaschen und hält in Duschnähe länger. Dispersionssilikatfarbe ist stark alkalisch, lässt Feuchtigkeit diffundieren und ist für mineralische Untergründe ideal. Auf Gipskarton dagegen muss eine dampfbremsende, elastische Farbe, weil der Karton bei Feuchtigkeit arbeitet.

Alte Sockelleisten im Altbau sind selten nur ein optisches Problem. Sie sitzen oft schief, sind mehrfach überstrichen, haben Risse oder fehlen ganz. Die Folge: Kaltluft zieht durch den Spalt zwischen Wand und Boden, der Putz bröselt, und der Übergang zum Bodenbelag sieht unfertig aus. Ein Wochenende reicht, um das zu beheben – vorausgesetzt, man geht systematisch vor und kennt die typischen Fallstricke.
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