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Der erste Schritt ist immer die Untergrundprüfung. Mit der Hand über die Wand streichen: Bröselt Kalk oder Farbe ab, muss der lose Anteil entfernt werden. Ein Tropfen Wasser zeigt, ob der Untergrund saugt. Saugende Flächen brauchen eine Grundierung, sonst trocknet der Kleister zu schnell an und die Bahnen halten nicht. Bei alten Tapeten ist das Ablösen oft günstiger als das Überkleben, weil sich sonst Blasen und Kanten durchdrücken.

Dusche und Decke getrennt denken In der Dusche ist eine Deckenleuchte fast immer falsch. Sie leuchtet von oben in den Dampf und blendet, während der Körper den Bereich darunter verdunkelt. Sinnvoller ist eine wandmontierte Leuchte auf etwa Kopfhöhe, seitlich versetzt, mit einer Schutzart, die Feuchtigkeit und Spritzwasser verträgt. Achten Sie darauf, dass die Leuchte nicht direkt über der Duschbrause sitzt, sonst wird sie beim Duschen selbst zum Hindernis.

Beleuchtung ersetzt das fehlende Tageslicht, ohne den ruhigen Charakter zu zerstören. Zwei bis drei warmweiße Lichtquellen auf verschiedenen Höhen sind besser als eine Deckenlampe. Ein indirektes Licht hinter dem Bett oder an der Wand zur Decke hin hebt die Helligkeit, ohne Schatten zu werfen. Farbtemperatur zwischen 2700 und 3000 Kelvin wirkt natürlich. Kaltes Licht ab 4000 Kelvin lässt die Wand sofort grau erscheinen und macht den Raum technisch.

Beim Tapezieren beginnt man an einer unauffälligen Stelle, meist in einer Ecke, und arbeitet sich zur Lichtquelle vor. Die erste Bahn wird mit der Wasserwaage senkrecht ausgerichtet, denn jede Schieflage verstärkt sich über die Wand. Bahnen stoßen ohne Überlappung aneinander, die Kanten werden mit einem Tapezierroller angedrückt. Luftblasen streicht man sofort mit der Bürste von der Mitte nach außen aus, nicht mit Gewalt.

Ein häufiger Fehler ist die Position des Lichtschalters. Wer den Raum betritt, sollte den Spiegelbereich und den Raum gleichzeitig einschalten können, nicht erst nach mehreren Schritten. Zwei getrennte Schaltkreise — einer für den Spiegel, einer für den Rest — lösen das Problem. Bewegungsmelder sind im Bad selten sinnvoll, weil sie beim ruhigen Stehen vor dem Spiegel das Licht abschalten.

Unabhängig von der Lösung gilt: Ein Flur ist kein Schuhgeschäft. Wer mehr als acht bis zehn Paare pro Person dort unterbringt, hat ein Ordnungsproblem, kein Platzproblem. Saisonwechsel und eine harte Grenze pro Bewohner lösen mehr als jedes zusätzliche Regal. Und wer beim Aufbau merkt, dass der Durchgang unter 70 cm fällt, sollte die Lösung zurückbauen – kein Stauraum ist einen Flur wert, durch den man sich seitwärts zwängen muss.

Die allgemeine Deckenleuchte sollte den Raum gleichmäßig ausleuchten, ohne in den Spiegel zu strahlen. Ein flächiger Strahler mit diffusem Licht ist besser als ein Spot mit engem Kegel. Spots erzeugen harte Schatten und blenden beim Blick nach oben. Wenn mehrere Deckenleuchten verwendet werden, sollten sie so ausgerichtet sein, dass der Spiegel nicht direkt angestrahlt wird. Ein Blendungsrand entsteht sonst genau dort, wo man sich sehen will.

Der Spiegelbereich braucht Licht von vorne, nicht von oben. Eine Leuchte direkt über dem Spiegel wirft Schatten in die Augenhöhlen und unter die Nase. Besser sind zwei seitliche Leuchten auf Augenhöhe, links und rechts vom Spiegel, oder eine breite Lichtfläche direkt auf dem Spiegel. Die Lichtfarbe sollte neutralweiß sein, damit Make-up und Rasur realistisch beurteilt werden können. Warmweißes Licht verfälscht Rottöne, kaltes Licht lässt die Haut grau wirken.

Möbel und Textilien tragen genauso viel zur Helligkeit bei wie die Wandfarbe. Dunkle Schränke, schwere Vorhänge und dunkle Bettwäsche saugen das wenige Licht auf. Helle Bettwäsche, Vorhänge aus leichtem, halbtransparentem Stoff und Möbel in hellen Holz- oder Lacktönen lassen den Raum atmen. Ein großer Spiegel an der Wand gegenüber dem Fenster wirft das Tageslicht zurück in den Raum – das ist oft wirksamer als ein zusätzlicher Anstrich.

Welche Arten tatsächlich etwas bringen und welche nur dekorativ sind Nicht jede Pflanze ist für den nächtlichen Einsatz geeignet. Einige geben nachts Kohlendioxid ab und konkurrieren mit dem schlafenden Menschen um Sauerstoff – theoretisch, praktisch ist der Effekt bei normaler Bepflanzung vernachlässigbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt Arten, die nachts CAM-Stoffwechsel betreiben und Sauerstoff freisetzen: Bogenhanf, Aloe vera, Grünlilie und verschiedene Bromelien. Diese Pflanzen öffnen ihre Spaltöffnungen in der Dunkelheit, nehmen Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Für die Luftfeuchtigkeit sind großblättrige Arten wie Einblatt, Philodendron oder Bergpalme wirksamer, weil sie mehr Wasser über die Blattoberfläche verdunsten. Eine Mischung aus beiden Gruppen deckt beide Effekte ab.

Die richtige Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis Vor dem ersten Bahnenzuschnitt werden Steckdosen und Schalter abgeschaltet, abgeschraubt und die Dosen mit Klebeband abgedeckt. Fußleisten lassen sich abschrauben oder sorgfältig abkleben. Der Boden wird mit Folie oder Pappe geschützt, denn Kleisterreste trocknen hart auf. Tapetenkleister wird nach Herstellerangabe angerührt und quillt einige Minuten. Zu dünn angerührt hält nicht, zu dick lässt sich nicht glatt streichen.
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